31.01.2013 06:42
Bewerten
 (4)

Griechenlands Notenbankchef: Die Europäer bekommen ihr Geld zurück

Gute Vorsätze
Der griechische Notenbankchef George Provopoulos verspricht die Rückzahlung aller Hilfen von 230 Milliarden Euro, die sein Land bekam.
"Ich verstehe die Sorgen der europäischen Steuerzahler", sagte er der Süddeutschen Zeitung. "Aber ich kann ihnen sagen: Dieses Mal will die Regierung liefern. Das Land ändert sich. Die Europäer bekommen ihr Geld zurück." Der 62-Jährige begründete dies so: "Die Griechen, auch die Politiker, haben eines verstanden: Das ist die letzte Chance für Griechenland."

   Der Notenbankchef räumte ein, in der Vergangenheit seien Strukturreformen nicht vernünftig umgesetzt worden. "Das war ein großer Fehler". Er kritisierte auch: "Steuerflucht ist in allen Staaten ein Problem, aber in Griechenland ist sie besonders ausgeprägt."

   Provopoulos verwies auf Fortschritte, die in dieser Form noch nicht öffentlich quantifiziert wurden. So werde Griechenland bis zum Ende diesen Jahres den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit von 32 Prozent bei den Arbeitskosten zwischen 2001 und 2009 komplett aufgeholt haben. Auch habe das Land sein um konjunkturelle Einflüsse bereinigtes Defizit seit 2009 um 15 Prozentpunkte reduziert. ´"So etwas hat noch nie ein Land erreicht."

   Nach der Restrukturierung werde das Land bald nur noch drei Großbanken und wenige Kleininstitute haben statt 17 Banken wie vor einem Jahr. "Das Vertrauen kehrt zurück". Seit 2010 hätten die Griechen 87 Milliarden Euro von ihren heimischen Bankkonten abgezogen hätten, ein Drittel der gesamten Einlagen. Seit Juni 2012 aber hätten sie 15 Milliarden Euro davon wieder eingezahlt.

Dow Jones Newswires,   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 11 AM EST 01-31-13

Bildquellen: LiliGraphie / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- 25 Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben -- US-Börsen leicht im Plus -- Ford, BASF, Amazon, Microsoft im Fokus

Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen. Deutsche Bank leidet unter Rückstellungen. S&P hebt Bonitätsnote von Zypern an. Ryanair-Chef unterschreibt für fünf weitere Jahre. FMC besorgt sich 900 Millionen US-Dollar am Bondmarkt. Chiquita lässt Fyffes-Fusion platzen. Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

So platzieren sich die Deutschen

Die öffentliche Verschwendung

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?