04.02.2013 08:39

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'HB': EU will Flucht vor Finanztransaktionssteuer verhindern


    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die europäische Finanztransaktionssteuer wird laut einem Pressebericht mehr Finanzprodukte treffen als ursprünglich vorgesehen. Die Vorkehrungen "gegen Steuervermeidung" müssten "verstärkt werden", zitiert das "Handelsblatt" (Montagausgabe) aus einem neuen Gesetzentwurf der EU-Kommission. Damit wollten die elf teilnehmenden EU-Staaten verhindern, dass Banken und Fonds auf Handelsplätze außerhalb des Geltungsbereichs der Steuer ausweichen.

 

    Dafür solle im neuen Gesetzesentwurf das Emissionsprinzip sorgen. Ihm zufolge werden alle Geschäfte mit solchen Finanztiteln besteuert, die in den elf Teilnehmerstaaten ausgegeben werden. Das gelte auch dann, wenn diese Geschäfte an einem Finanzplatz außerhalb der teilnehmenden Länder, wie beispielsweise in London, abgewickelt werden.

 

    Wenn Finanztitel "einen klaren Bezug" zu einem der elf Staaten hätten, müsse die Finanzsteuer auf jeden Fall entrichtet werden, "auch wenn keine an dem Geschäft beteiligten Parteien in einem Teilnehmerstaat angesiedelt ist", zitiert das Blatt aus dem Entwurf. Den will der EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta Mitte des Monats vorlegen. Der Steuersatz dürfte laut früheren Gesetzesentwürfen bei 0,1 Prozent für den Umsatz mit Aktien und Anleihen und 0,01 Prozent beim Handel mit Derivaten liegen./stb/mmb/fbr

 

Kommentare zu diesem Artikel

kbvler schrieb:
04.02.2013 12:43:11

sorry für die Ironie, das geld kann man ja in die Zuschüsse von Rürup, Riester und Co stecken wo dem Privatanleger viel durch Verwaltungs und Abschlußkosten weggenommen wird - geht wohl nicht wegen der Lobby der Versicherungswirtschaft...so ein M...

kbvler schrieb:
04.02.2013 12:41:27

Die Aktienquote bei deutschen Privat-Kleinanlegern ist unterdurchschnittlich. Eine Aktie hat bis jetzt wenig Verwaltungskosten , bietet meist Infaltionsschutz und hat LANGFRISTIG eine gute Performance. diese jetzt zusätzlich besteuern?

kbvler schrieb:
04.02.2013 12:37:18

Liebe Politiker,
Motzer hat Recht. Derivate niedriger zu besteuern als Aktien, gibt den Beigeschmack, als wenn hier eine Lobby erfolgreich wäre.
Auch sollte man Aktien für Privatinvestoren freistellen, bei einer Haltedauer von 1,2 oder 5 JAHREN -siehe nächsten Kommentar.

vgr schrieb:
04.02.2013 10:30:53

Die Geschäftsbanken verlieren dadurch immer mehr Privatanleger, die aus Kostengründen zu Online-Brokern abwandern werden.

vgr schrieb:
04.02.2013 09:41:49

und wenn man so einen Eingriff um der Manipulation willen einführt, müsste man mindestens eine steuerfreie Haltefrist, wie früher bei der Spekulation, gewähren. Alles andere richt sehr nach Abzocke!

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