10.01.2013 08:32
Bewerten
(0)

'HB': Eklat um Umsetzung der Arzneimittelreform in Deutschland

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Arzneimittelindustrie ist nach einem Pressebericht entschlossen, es bei der Umsetzung der Arzneimittelreform zum Eklat mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) kommen zu lassen. Dies berichtet das "Handelsblatt" in seiner Donnerstagausgabe. "Wir werden am 1. Februar, wie im Dezember angekündigt, die Preise für die Wirkstoffe melden, für die Rabatte ausgehandelt wurden. Und wir werden das rechtskonform tun", zitiert die Zeitung einen Sprecher des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA).

 

    Die von der schwarz-gelben Regierung beschlossene Reform sieht vor, dass für neue Medikamente der vom Hersteller gesetzte Preis nur ein Jahr lang gilt. In dieser Zeit muss mit dem GKV-Verband ein Rabatt ausgehandelt werden, der sich am therapeutischen Nutzen orientiert. Als rechtskonform sieht der Verband laut Zeitung ein umstrittenes Vorgehen an: Als offizieller Apothekenverkaufspreis soll der alte Listenpreis an die Ifa GmbH gemeldet werden, die die Preisliste führt. Der ausgehandelte Rabatt soll nur zusätzlich gemeldet werden.

 

    Dies hätte gravierende Folgen: Der Listenpreis von Medikamenten in Deutschland würde dann nicht mehr mit dem Preis übereinstimmen, der tatsächlich von hundert Prozent der in Deutschland lebenden Versicherten verlangt werde. Denn dieser ergibt sich aus dem Herstellerabgabepreis abzüglich Rabatt; anschließend wird, wie immer, die gesetzliche Handelsspanne für Apotheker aufgeschlagen.

 

    Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und der GKV-Spitzenverband verlangen, dass künftig der offizielle Listenpreis auch den Rabatt widerspiegelt. Die Hersteller seien verpflichtet, alle Angaben zu machen, "einschließlich der für die Versicherten maßgeblichen Arzneimittelabgabepreise", zitiert das Blatt die grüne Staatssekretärin Ulrike Flach. Bislang geht es um elf Medikamente und jährliche Einsparungen von 25 Millionen Euro. Die Industrie betont, sie sei immer zu einer nachträglichen Abrechnung der Rabatte bereit gewesen./ep/jha/

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt leichter -- Dow Jones endet im Minus -- Alphabet mit guten Quartalszahlen - Aktie nachbörslich dennoch leichter -- Mögliches Kartell: Druck auf Autobauer steigt -- Ryanair im Fokus

Luxottica legt im ersten Halbjahr dank Europa-Geschäft zu. Ausverkauf im Autosektor. Philips nach Leuchtenabspaltung mit Gewinneinbruch. Trump bringt in Russland-Affäre Recht auf Begnadigung ins Spiel. Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin. EZB-Direktor Mersch: Notenbank-Krisenpolitik wird nicht notwendig bleiben. Deutsche Bank und JP Morgan wollen Libor-Klagen beilegen.

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

E-Autos: Kein Zwang zum Tesla-Kauf
Diese Tesla-Konkurrenten sind auf dem Vormarsch und billiger als der Model 3
So schnitten die DAX-Werte im ersten Halbjahr 2017 ab
Tops und Flops
BlackRock Beteiligungen
In diese Unternehmen investiert der Fondsgigant
Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Porsche Holding SE VzPAH003
Nordex AGA0D655
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
Allianz840400
EVOTEC AG566480
Bechtle AG515870
BYD Co. Ltd.A0M4W9
E.ON SEENAG99
BASFBASF11