DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Das Bundeskartellamt wird laut einem Zeitungsbericht die Minderheitsbeteiligung des russischen Staatskonzerns Gazprom (
Gazprom (Spons ADRs)) an Verbundnetz Gas (VNG) billigen. Das gehe aus einem Verfügungsentwurf des Kartellamtes hervor, schreibt das "Handelsblatt" am Freitag unter Berufung auf das Umfeld der beteiligten Unternehmen. Gazprom habe seinen Anteile an dem ostdeutschen Gaskonzern VNG zwar schon vor zwei Jahren auf 10,52 Prozent verdoppelt, dabei aber zunächst auf einen Teil seiner Stimmrechte verzichtet, um eine kartellrechtliche Kontrollpflicht zu vermeiden. Die Einschränkung der Stimmrechte war befristet, so dass eine kartellrechtliche Prüfung nun fällig wurde, schreibt die Zeitung.
Zusammen mit der bestehenden Beteiligung von 15,79 Prozent der BASF-Tochter (BASF) Wintershall, einem langjährigen Partner der Russen, an VNG sehe das Amt im Einstieg Gazproms einen "gemeinsamen wettbewerblich erheblichen Einfluss" auf VNG, schreibt das Blatt. Die Kartellwächter kamen laut der Zeitung allerdings zu dem Schluss, dass mit der Minderheitsbeteiligung an der VNG keine nachteilige Verstärkung der Marktposition Gazproms einhergeht./jha/stb/tw