27.11.2012 09:08
Bewerten
 (1)

'HB': WestLB-Abwicklung belastet Deutschlands Defizitabbau

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Abwicklung der Westdeutschen Landesbank (WestLB) treibt einem Pressebericht zufolge Deutschlands Haushaltsdefizit und Schuldenstand in die Höhe. "Mit rund fünf Milliarden Euro belastet das WestLB-Ende den gesamtstaatlichen Finanzierungssaldo dieses Jahr", zitierte das "Handelsblatt" (Dienstag) aus Regierungskreisen, die auf die obligatorische Quartalsmeldung Deutschlands an die europäische Statistikbehörde Eurostat verwiesen.

 

    Die WestLB war Mitte des Jahres aufgelöst worden. Ein 100 Milliarden Euro schweres Portfolio war auf die "Erste Abwicklungsanstalt" (EAA), eine vom Land Nordrhein-Westfalen garantierte Bad Bank, übertragen worden. Positionen, die nicht zu Marktpreisen übertragen wurden, gelten als vom Land gezahlte Subventionen, die als Ausgaben das Staatsdefizit vergrößern.

 

     Die EAA will sich bis 2027 selbst abwickeln und soll dann mit einer "schwarzen Null" abschließen. Doch bis dahin belastet sie das Staatskonto. Denn sämtliche Verbindlichkeiten der staatlichen Bad Banks zählen zur Staatsschuld. Die Übertragung des WestLB-Portfolios auf die EAA habe den Schuldenstand Deutschlands um weitere "40 bis 50 Milliarden Euro" in die Höhe getrieben, hieß es laut Zeitung in Regierungskreisen weiter.

 

    Damit dürfte der Schuldenstand Deutschlands dieses Jahr auf etwa 2,2 Billionen Euro klettern. Rund 15 Prozent dieser Bruttoschulden gehen auf die Finanz- und Bankenkrise zurück. Sollten die Bad Banks ihr Portfolio in den kommenden Jahren wie geplant sukzessive abbauen können, würde der Schuldenstand allmählich sinken./enl/stw/fbr

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Dow Jones mit Verlusten -- Merck-Mittel Avelumab erhält FDA Zulassung zur Behandlung von MCC -- Aumann, Deutsche Börse im Fokus

Frankreich: Arbeitslosigkeit geht nur leicht zurück. Absage eines Partners sorgt bei Biotest-Anleger für Verdruss. Reederei Hapag-Lloyd macht Verlust. Theranos verschenkt Aktien an Investoren - wenn die versprechen, nicht zu klagen. Fondsmanager weiterhin optimistisch für Aktien. Das läuft bei der Deutschen Bank falsch. LEONI-Aktie schließt Gap aus 2015. Russische Notenbank senkt Leitzins. Bundestag beschließt Pkw-Maut.

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
BASFBASF11
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BayerBAY001
Scout24 AGA12DM8
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
Apple Inc.865985
Infineon Technologies AG623100
adidas AGA1EWWW
CommerzbankCBK100
Siemens AG723610