01.12.2012 10:04
Bewerten
 (0)

HINTERGRUND: Trotz Eon-Schock - Dividendentitel bleiben interessant

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Es war wie ein Schock für Anleger, die auf Aktien mit hoher Dividende setzen: Mit Eon stellte vor kurzem ausgerechnet einer der Konzerne mit einer gewohnt hohen Ausschüttung diese wegen der Krise auf den Prüfstand. Und auch bei der Deutschen Telekom - einem anderen Dividenden-Flagschiff - wird seit geraumer Zeit über eine sinkende Ausschüttung spekuliert. Analysten sehen allerdings noch keinen Trend, sondern rechnen bei den meisten großen deutschen Unternehmen mit einer stabilen oder weiter steigenden Gewinnbeteiligung der Anteilseigner.

 

    Aktien mit einer hohen Dividende bleiben daher nach Einschätzung vieler Experten gerade in Zeiten anhaltend niedriger Zinsen eine interessante Alternative zu Staatsanleihen - auch wenn das Risiko höher ist als bei Rentenpapieren. Denn eine hohe Gewinnbeteiligung der Aktionäre ist zumindest ein Risikopuffer bei der Anlage in Aktien. Einer Langzeitstudie von Allianz Global Investor (AGI) über die Entwicklung von US-Aktien von 1950 bis 2010 zeigt, dass Anleger mit einer gezielten Auswahl von dividendenstarken Titeln gerade bei Inflationsraten bis zu sechs Prozent besser fahren als mit einer Investition in Aktien ohne diesen Schwerpunkt.

 

    In Deutschland entwickelte sich der DivDax, der die 15 Dax (DAX)-Werte mit der höchsten Dividendenrendite umfasst, in den vergangenen zehn Jahren deutlich besser als der deutsche Leitindex mit seinen 30 Standardwerten. Fondsmanager Berndt Maisch von LBBW Asset Management geht zudem davon aus, dass die meisten Dax-Unternehmen trotz der sich eintrübenden Aussichten ihre Dividenden stabil halten oder sogar moderat erhöhen könnten. Nach 3,7 Prozent im laufenden Jahr erwartet er in 2013 eine durchschnittliche Dividendenrendite von 3,8 Prozent. Da sich diese Rendite auf den aktuellen Preis für die Aktie bezieht, ist dabei die Veränderung der Kurse nicht berücksichtigt.

 

    Doch trotz der zuletzt schon deutlich gestiegenen Preise für Aktien sehen Analysten weiteres Potenzial. Besonders deutsche Großkonzerne hätten dabei gute Perspektiven. "Der Dax profitiert weiterhin von seinem hohen Gewicht an Globalisierungsgewinnern", sagt Commerzbank-Aktienmarktstratege Andreas Hürkamp und hat dabei etwa die Auto- und Chemieindustrie im Blick. Die Aktien dieser Branchen litten wegen ihrer internationalen Ausrichtung nicht so stark unter dem wirtschaftlich schwachen Euroraum und hätten nach wie vor gute Wachstumschancen.

 

    LBBW-Experte Maisch achtet zudem darauf, dass die Unternehmen auf eine nachhaltige hohe Ausschüttung setzen und diese auch zahlen können. "Die Perspektive der Unternehmen muss für die kommenden Jahre intakt sein. Eine Dividendenrendite von 4 Prozent und ein Dividendenwachstum von 10 Prozent sind uns lieber als eine einmalig hohe Ausschüttung", so Maisch. Er verweist dabei auf den Logistikkonzern Deutsche Post. Aber auch die Perspektiven für Aktien der großen deutschen Versicherer seien gut und die Dividenden verlässlich.

 

    Ein Beispiel dafür ist die Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft). Trotz teils heftig schwankender Gewinne und sogar einem Verlustjahr hat der weltgrößte Rückversicherer seine Dividende seit 2000 peu a peu von 1,25 Euro auf 6,25 Euro erhöht - und dabei nie gesenkt. Nun wollen die Münchener genauso wie der Konkurrent Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) die Ausschüttung auf ein neues Rekordniveau heben. Aber auch bei Versicherern muss die Lage in puncto Ausschüttung nicht immer so rosig sein - Eon und Telekom mögen Warnung genug sein. Verbraucherschützer empfehlen daher, das Risiko auch bei einer Dividendenstrategie zu streuen - zum Beispiel über Indexfonds, die den DivDax nachbilden./tih/fbr/zb

 

     --- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

 

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant2
  • Alle2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Deutsche Blue Chips im Blick
Aktien scheinen gegen negative Nachrichten derzeit immun zu sein. Dem deutschen Leitindex DAX gelang ein Jahreshoch und auf Wochensicht mit 11.203,63 Zählern ein Plus von 6,6 Prozent.
08:00 Uhr

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
29.11.2016Commerzbank VerkaufenDZ BANK
29.11.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
16.11.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
14.11.2016Commerzbank HoldHSBC
07.11.2016Commerzbank NeutralCitigroup Corp.
29.11.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
16.11.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
04.11.2016Commerzbank kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
04.11.2016Commerzbank buyequinet AG
04.11.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
14.11.2016Commerzbank HoldHSBC
07.11.2016Commerzbank NeutralCitigroup Corp.
07.11.2016Commerzbank NeutralJP Morgan Chase & Co.
07.11.2016Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
07.11.2016Commerzbank NeutralBNP PARIBAS
29.11.2016Commerzbank VerkaufenDZ BANK
07.11.2016Commerzbank UnderweightBarclays Capital
30.09.2016Commerzbank UnderweightBarclays Capital
30.09.2016Commerzbank SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
05.08.2016Commerzbank UnderweightMorgan Stanley
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Zalando - Wie der Online-Händler seine Gewinn­margen kräftig steigern will!
Der Einkauf von Waren im Internet gehört zu den Megatrends des 21. Jahrhunderts. Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom shoppen 98% aller Internet-Nutzer inzwischen online, wobei mehr als drei Viertel mehrmals im Monat Produkte über das Internet ordern. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins, warum Zalando zu den Profiteuren dieses Megatrends gehört und wie es seine Gewinnmargen weiter steigern will.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht über 11.200 Punkten ins Wochenende -- US-Börsen in Rekordlaune -- Coca-Cola kündigt Chefwechsel an -- Chinesische Investoren beenden Verhandlungen um Siltronic -- VW, AIXTRON, Zynga im Fokus

Volkswagen hat Beweismittel vernichtet. Atomkonzerne ziehen Teil ihrer Klagen zurück. Orange spricht offenbar mit Vivendi über Kauf von Canal Plus. Coeure: EZB-Beschlüsse enthalten eine Warnung. Evonik kauft Kieselsäure-Geschäft von JM Huber. Steuern: Was sich 2017 alles ändert. Carl Zeiss Meditec legt zu.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Aktien besitzt Warren Buffett in seinem Portfolio?
Jetzt durchklicken
Das verdienen die wichtigsten Staats- und Regierungschefs
Jetzt durchklicken
In diesen Städten möchten die Deutschen leben
Jetzt durchklicken
Welche Ideen hält Google für die Zukunft bereit?
Jetzt durchklicken
In diesen Ländern wird der American Dream gelebt
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es in den kommenden sechs Monaten schwieriger wird, die eigenen Renditeerwartungen zu erzielen?