Saisonaler Rückenwind?Zyklen stellen einen wichtigen Einflussfaktor für die Börsenentwicklung dar. Bekannte Beispiele sind u. a. der US-Präsidentschafts- oder der Dekadenzyklus. Aber auch „unterjährig“ lassen sich interessante saisonale Phänomene identifizieren. So ist vielen Anlegern „sell in May and go away“ bzw. die sogenannte „Weihnachtsrally“ ein Begriff. Letztere wird regelmäßig durch die gute Laune seitens der Investoren bedingt durch die Feiertage begründet. Lässt sich im „vorösterlichen Umfeld“ ein ähnliches Muster identifizieren? Seit 1928 steht in der Karwoche beim S&P 500 ein durchschnittliches Plus von 0,59 % bei einer Trefferquote von 70,24 % zu Buche. Ins Auge sticht zusätzlich die Wertentwicklung am Gründonnerstag. Bei einem Kauf zur Eröffnung des US-Aktienmarktes und einem Glattstellen der Longposition zum Schlusskurs konnten Investoren seit 1983 eine durchschnittliche Rendite von 0,39 % (Trefferquote 63,33 %) erzielen. Vergleichbar in der Performance, schlechter bezüglich der Trefferquote! Auf diesem einfachen Nenner lässt sich das Ergebnis beim DAX® seit Ende der 1980er Jahre bringen. So ergibt sich für den Gründonnerstag ein durchschnittlicher Zuwachs von 0,38 % bzw. von 0,92 % für die gesamte Karwoche bei einer Trefferquote von 66,67 % bzw. 54,17 %.
DAX® (1 Hour)

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