Der „Deckel“ schlechthinErstmals seit Ende Dezember 2007 konnte der DAX® am Freitag einen Wochenschlusskurs oberhalb der Marke von 8.000 Punkten realisieren. Per Saldo befindet sich das Aktienbarometer trotz kurzfristig drohender Rückschlage auf dem Weg, das rechnerische Kursziel von 300 Punkten – abgeleitet aus der nach oben aufgelösten Tradingrange seit Dezember – abzuarbeiten. Damit rücken die bisherigen Rekordstände aus den Jahren 2000 und 2007 bei 8.136/51 Punkten in den Fokus. Ein Spurt auf ein neues Allzeithoch ließe das beste Signal der technischen Analyse überhaupt entstehen. Aber auch aus dem Blickwinkel der Behavioral Finance kommt den alten Höchstkursen eine hohe Bedeutung zu. Schließlich ist das jähe Ende der letzten beiden großen Hausseimpulse auf diesem Niveau tief im Gedächtnis der Investoren verankert. Einen weiteren Beweis für die Bedeutung des „ultimativen Deckels“ liefert der Point & Figure-Chart des DAX®. Gelingt in dieser Gemengelage tatsächlich ein neuer Rekordstand, so ist das ein guter Nährboden dafür, dass dieser Bewegungsimpuls dann noch ein Stück weiter trägt. Aber auch unter Risikogesichtspunkten hätte dieses Szenario Charme, würde es Investoren doch die Gelegenheit geben, Stopps auf die alten Rekordstände bei gut 8.100 Punkten engmaschig nachzuziehen. Heute müssen Anleger indes zunächst mit kräftigen Kursabschlägen rechnen.
DAX® (P & F-Chart) (Monthly)

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