Es steht viel auf dem SpielIm Anschluss an die positive Inselumkehr mit Makeln in Form des markanten Dochts der Montagskerze vollzog der EuroStoxx 50 gestern die erwartete „Rolle rückwärts“. Aufgrund der erneuten Kurslücke nach unten (2.634 zu 2.620 Punkten) wurde nicht nur die positiven Implikationen konterkariert, sondern per Saldo entsteht ein „bearishes“ Kursmuster. Die Häufung der Kurslücken in den letzten Tagen ist ein guter Gradmesser für die gegenwärtig vorliegende Nervosität an den internationalen Aktienmärkten. Besonders bemerkenswert ist bei den europäischen Standardwerten allerdings die Tatsache, dass die beschriebenen charttechnischen Phänomene exakt auf Basis einer Schlüsselhaltezone ausgeprägt wurden. Als solche schätzen wir die Kombination aus der 200-Wochen-Linie (akt. bei 2.621 Punkten), den Hochs vom März und September 2012 bei 2.611/05 Punkten sowie dem Aufwärtstrend seit Juni 2012 (akt. bei 2.598 Punkten) ein. Einen Bruch dieser Bastion per Wochenschlusskurs gilt es unbedingt zu verhindern, denn ansonsten wäre die Bodenbildung seit Herbst 2011 wieder mit einem dicken Fragezeichen zu versehen. Zumindest droht dann ein Wiedersehen mit den Tiefpunkten bei knapp 2.450 Punkten, in deren Dunstkreis aktuell auch die 200-Tages-Linie (2.463 Punkte) verläuft.
EURO STOXX 50®-Kursindex (Weekly)

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