Die Mutter aller AufwärtstrendsLogischerweise darf an dieser Stelle der Blick auf die amerikanischen Indizes nicht fehlen. Der nebenstehende Chart zeigt den langfristigen Basisaufwärtstrend des S&P 500 seit 1932. Gemäß der obersten Maxime der technischen Analyse, dem klassischen „the trend is your friend“, handelt es sich bei diesem Chartverlauf also um einen weiteren Mutmacher. Das langfristige Bild verdeutlicht allerdings auch, dass der Ausbruch aus der „Mutter aller Aufwärtstrendkanäle“ Ende der 1990er-Jahre eine Übertreibung darstellte. Seither befinden sich die amerikanischen Standardwerte übergeordnet im Korrekturmodus, um die Überhitzung in der Spätphase der Neunziger im Rahmen einer breitgefassten Schiebezone auszukonsolidieren. Die obere Kanalbegrenzung (akt. bei 2.242 Punkten) wurde sogar im Jahr 2007 nochmals einem Stresstest unterzogen. Die beiden Hochpunkte von 2000 und 2007 bei 1.553/76 Punkten liegen eng beieinander, so dass sich auf diesem Niveau der ultimative „Deckel“ ergibt. Interessant ist aber auch das Tief vom März 2009 bei 667 Punkten, das kurzfristig ein Herausfallen aus der angeführten Tradingrange brachte. Da dem S&P 500 aber die sofortige Rückkehr in die Schiebezone gelang, ist das vorherige Abrutschen als Fehlausbruch nach unten zu klassifizieren.
S&P 500® (Monthly)

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