Erstens kommt es anders …… und zweitens als man denkt! Ein Schelm, wer bei diesem Sprichwort an Vorteilsnahmen politischer Würdenträger denkt ... Wenn es im Tradingbereich „anders kommt als erwartet“, spricht man im Allgemeinen von einem Fehlausbruch. Das Phänomen „false break“ ereilte uns in unserer Analyse der ThyssenKrupp-Aktie vom 9. Februar. So erwies sich der beschriebene Doppelboden (siehe Chart) zunächst als Luftschloss. Sehr viel besser war dagegen das Timing in unserer Analyse vom 29. November 2011, in der sich genau das gegenteilige Phänomen – sprich ein Fehlausbruch auf der Unterseite – als der erwartete Kurstreiber entpuppte. Dieses Beispiel unterstreicht zudem eindrucksvoll Kostolanys´ Rat, sich „niemals in eine Aktie zu verlieben“, denn nicht nur „jeder Jeck is angers“ auch „jeder Trade is angers“! Wenngleich u. E. grundsätzlich der Schlüssel zum Überleben an den Märkten in einem konsequenten Money Management liegt, sollten Anleger vor allem nach einem erfolgreich verlaufenen Trade die aufkommenden Hochgefühle versuchen im Zaum zu halten. Nicht Euphorie, sondern Demut ist dann gefragt, womit sich der Kreis zu einigen Vertretern des öffentlichen Lebens schließt. „Dat is doch nit normal“!
ThyssenKrupp (daily)

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