LONDON (dpa-AFX) - Die britische Großbank
HSBC erwägt Kreisen zufolge, Teile ihres Versicherungsgeschäfts auch einzeln zu verkaufen. So könnten die Geschäftsbereiche in Lateinamerika und Asien getrennt voneinander veräußert werden, erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag von drei mit den Überlegungen vertrauten Quellen. Dabei rechne sich die Bank größere Erlöschancen aus. Interessenten könnten aber auch weiter für die gesamte Sparte bieten. Der Wert des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts wird auf 1 bis 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Versicherungssegment der größten europäischen Bank Nettoprämien von einer Milliarde Dollar. Ein Drittel davon kam aus Asien, 42 Prozent aus Lateinamerika.
Der neue HSBC-Chef Stuart Gulliver hat dem Geldhaus einen radikalen Umbau verordnet. Das Institut soll rentabler werden und sich so auf die künftig strengeren Kapitalanforderungen vorbereiten. Dabei will Gulliver das Haus auf weniger Märkte konzentrieren. Bis 2013 sollen 30.000 Stellen wegfallen. Bereits verkauft sind mehr als die Hälfte der Filialen einer Tochterbank in den USA für rund eine Milliarde Dollar. Einen Nachsteuergewinn von 2,4 Milliarden Dollar erwartet das Institut aus dem Verkauf des US-Kreditkartengeschäfts an die Bank Capital One Financial ./enl/stw/wiz