05.12.2012 21:30
Bewerten
(0)

HSH Nordbank rechnet nach roten Zahlen mit weiterem Gegenwind

   Von Alexandra Edinger

   Die HSH Nordbank hat trotz Sparmaßnahmen erneut rote Zahlen geschrieben. Allerdings wurde das Minus in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahr auf 25 (269) Millionen Euro deutlich eingegrenzt. Wie die Konkurrentin Nord/LB spürt das Institut die Krise im Schiffsmarkt und wappnet sich mit einer erhöhten Risikovorsorge vor möglichen Kreditausfällen. Für die kommenden Monate warnte die Bank davor, dass sich das Umfeld noch stärker verdüstern könnte - die Risikovorsorge könnte deswegen sogar noch weiter ansteigen.

   Die Landesbank hat nun fast eine halbe Milliarde Euro in die Risikovorsorge gesteckt. Diese Summe wäre noch wesentlich höher ausgefallen, wenn nicht die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg für alte Kreditbestände die Garantie übernommen hätten. Die Nord/LB hatte ihre Risikovorsorge in den ersten neun Monaten 241 auf 352 Millionen Euro aufgestockt.

   Seit Ausbruch der Finanzkrise befindet sich die Schiffahrtsbranche in Turbulenzen und treibt den Bankern damit die Sorgenfalten auf die Stirn. Die Frachtraten gehen weltweit zurück, da sich die Wirtschaft in vielen Ländern inzwischen in der Rezession befindet. Zudem gibt es ein Überangebot an Schiffen - das drückt zunehmend auf die Preise. Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, könnten die von Banken ausgegebenen Kredite von den Kunden nicht mehr bedient werden.

   Manche Institute, wie etwa die Commerzbank, haben deswegen beschlossen, sich aus dem Geschäft mit der Schiffsfinanzierung komplett zurück zu ziehen. Sowohl die HSH als auch die Nord/LB wollen sich jedoch weiter in diesem Segment engagieren, wenn auch die Vergabe von neuen Krediten kritisch beäugt und das gesamte Kreditvolumen reduziert werden soll.

   Trotzdem dieser Vorsichtsmaßnahmen geht die HSH davon aus, dass sich die Verluste in den kommenden Jahren auf bis zu 4,5 Milliarden Euro auftürmen könnten. Wie die Bank kürzlich mitteilte, könnte sie zwischen 2019 und 2025 rund 1,3 Milliarden Euro aus der sich insgesamt auf 7 Milliarden Euro belaufenden Ländergarantien in Anspruch nehmen. Vorher muss die Bank aber für Verluste bis zu 3,2 Milliarden Euro selber gerade stehen.

   Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Landesbank mit einer sich weiter verschlechternden Lage an den Märkten rechnet. Deswegen muss sie noch mehr Vorsorge gegen den Ausfall von Krediten vornehmen - insbesondere in der Schifffahrt. Das wird sich aus Sicht der Bank auch im Konzernergebnis niederschlagen.

   Bei der Nord/LB hatte Vorstandschef Gunter Dunkel gestern deutlichere Wort gefunden. Denn aus seiner Sicht wird die Schiffskrise sich auch im Jahr 2013 fortsetzten. Und selbst 2014 wird noch nicht rosig. Insbesondere für das vierte Quartal 2012 werde es nochmals einen "großen Nachschlag" bei den Kreditrisiken geben. Das lässt nichts Gutes für die Ergebnisse der HSH im vierten Quartal erwarten.

   Bei den anderen Landesbanken läuft es dagegen deutlich besser. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hatte kürzlich die Zahlen für die ersten neun Monate 2012 vorgelegt und befindet sich mit einem Vorsteuergewinn von 407 Millionen Euro auf Rekordkurs. Auch die BayernLB und die LBBW haben ihre Zahlen schon präsentiert. Die Bayern hatten dabei einen Vorsteuergewinn von 271 Millionen Euro vermeldet, bei den Stuttgartern waren es 307 Millionen Euro. Beide Institute waren während der Finanzkrise in Schieflage geraten und mussten - so wie die HSH - von den jeweiligen Bundesländern gerettet werden. Beide Landesbanken bauen derzeit ihre Geschäftsmodelle um und erfüllen damit die Auflagen der EU-Kommission.

   Kontakt zur Autorin: alexandra.edinger@wsj.com

   DJG/aed/kla

   (END) Dow Jones Newswires

   December 05, 2012 14:40 ET (19:40 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 40 PM EST 12-05-12

Anzeige

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
23.06.2017Commerzbank VerkaufenDZ BANK
23.06.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
20.06.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
09.06.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
07.06.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
23.06.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
31.05.2017Commerzbank buyUBS AG
19.05.2017Commerzbank buyKepler Cheuvreux
05.04.2017Commerzbank buyKepler Cheuvreux
04.01.2017Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
20.06.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
09.06.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
07.06.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
06.06.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
02.06.2017Commerzbank HoldHSBC
23.06.2017Commerzbank VerkaufenDZ BANK
10.05.2017Commerzbank UnderweightBarclays Capital
09.05.2017Commerzbank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
09.05.2017Commerzbank VerkaufenDZ BANK
09.05.2017Commerzbank Strong SellS&P Capital IQ

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen wenig verändert -- Commerzbank erwartet Verlust im 2. Quartal -- Toshiba fliegt aus Japans Leitindex Nikkei 225 -- Allianz, AIB, Volkswagen im Fokus

Harley-Davidson prüft Kauf der Audi-Tochter Ducati. Tesla plant erstes Werk in China. RWE schüttet Sonderdividende an Aktionäre aus. Wechsel in der Infineon-Geschäftsführung. Verschärfte Golf-Krise bringt Katars Landeswährung zum Absturz. ZUMTOBEL mit Gewinnsprung und Umsatzrückgang.

Top-Rankings

Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
KW 25: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 25: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
BMW AG519000
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99
Allianz840400
CommerzbankCBK100
adidas AGA1EWWW
TeslaA1CX3T
Amazon.com Inc.906866
Coca-Cola Co.850663
Siemens AG723610
Deutsche Telekom AG555750