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Taipeh 20.08.2012 (www.emfis.de) Für den weltweit fünftgrößte Smartphone-Hersteller HTC wird die Übernahme des US-amerikanischen Cloud-Gaming-Anbieter OnLive Inc. wohl teurer als geplant werden.
Da OnLive anscheinend kaum noch über Geldreserven verfügt, hat das Unternehmen am Wochenende HTC um eine Asset-Umstrukturierung gebeten. Als Resultat rechnet HTC jetzt damit, einen Investitionsverlust von 40 Millionen US-Dollar zu verbuchen. HTC hatte das Unternehmen im Februar 2011 übernommen, um mit neuen Serviceleistungen Kunden anzulocken.
In den vergangenen zwei Jahren hat HTC mehr als 700 Millionen US-Dollar für Übernahmen ausgegeben. Nachdem OnLive um Finanzhilfe bitten musste, befürchten die Anleger, dass es noch weitere Abschreibungen geben könnte. Eine der größten Ausgaben für HTC war der Aufkauf von S3 Graphics. Die Patente des Unternehmens sollten als Waffe im Patentstreit mit Apple verwendet werden. Allerdings hat sich diese Strategie bislang als stumpfes Schwert erwiesen.
Umsatzrückgang erwartet
Bereits Anfang August hatte HTC bekannt gegeben, dass der Umsatz im dritten Quartal um bis zu 23 Prozent auf einen Wert zwischen 70 und 80 Milliarden Taiwan-Dollar (2,3 bis 2,7 Milliarden US-Dollar) zurückgehen dürfte. Laut einer Umfrage von Thomson Reuters hatten Analysten im Schnitt mit 92,51 Milliarden Taiwan-Dollar gerechnet. Im zweiten Quartal hatte HTC noch einen Umsatz von 91 Milliarden Taiwan-Dollar generiert.
An der
Börse Taiwan steht der Kurs von HTC Corp aktuell 4,2 Prozent im Minus auf 239,50 Taiwan-Dollar.