München/Genf, 10. September 2008 - Wenn am heutigen Mittwoch zum
ersten Mal Protonen in dem unterirdischen Ring des Large Hadron
Colliders (LHC) des CERN bei Genf auf nahezu Lichtgeschwindigkeit
beschleunigt werden, erleben auch die dort installierten
Linde-Kälteanlagen ihre Premiere.
"Wir freuen uns darüber, mit unserer Expertise Teil dieses
einzigartigen Grundlagenforschungsprojekts zu sein," sagte Dr. Aldo
Belloni, Mitglied des Vorstands der Linde AG. "Genau wie der LHC als
Ganzes, setzt auch die von uns eingesetzte Technologie neue Maßstäbe.
Wir freuen uns, dass sie nach Jahren der Planung und Vorbereitung nun
ihren Beitrag zur Erlangung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse
leisten kann."
Um die hochenergetischen Protonen auf ihrer Kreisbahn von 27 km
Umfang zu halten, sind extrem starke Magnetfelder notwendig. Die
Kühlung dieser Magnete und der Kavitäten (Hohlräume) des
Beschleunigers erfolgt durch acht am Umfang des Rings verteilte
Hochleistungs-Kälteanlagen. Jeder der acht Kälteanlagen ist ein
mehrstufiges Kaltverdichtersystem zugeordnet, die in separaten
Coldboxen installiert sind und die Temperatur der Magnete auf 1,8
Grad Kelvin (minus 271 Grad Celsius) senken. Hierzu ist
ausschließlich Helium in der Lage - die kälteste Flüssigkeit der
Welt. Nur durch die bei dieser extrem tiefen Temperatur auftretende
Supraleitfähigkeit der Magnetspulen wird die Erzeugung der
notwendigen Feldstärke möglich.
Das Helium-Kältesystem wurde von der Linde-Tochtergesellschaft Linde
Kryotechnik AG mit Sitz in Pfungen/Schweiz konstruiert, gebaut und
installiert. Für seine hervorragenden Leistungen ist die Linde
Kryotechnik AG bereits im Jahr 2003 vom CERN Management mit dem
"Golden Hadron Award" ausgezeichnet worden. Betrieb und Wartung der
Anlagen wird von den schweizerischen Tieftemperatur-Experten
gemeinsam mit zwei weiteren Unternehmen im Konsortium gewährleistet.
Das Leistungsspektrum unserer Spezialisten für die Herstellung der
kältesten Flüssigkeiten der Welt umfasst Anlagen zur Verflüssigung
von Helium, Wasserstoff und Neon, die in Forschung, Industrie und
Medizin eingesetzt werden.
Die eigentlichen Experimente im LHC bestehen in der kontrollierten
Kollision von Protonen. Zwei gebündelte, entgegengesetzt
zirkulierende Teilchenstrahlen werden in einem der vier großen
Detektoren zusammengeführt. Von der Aufzeichnung der dabei
entstehenden Spaltprodukte erhoffen sich die Forscher grundlegende
neue Erkenntnisse über die physikalischen Vorgänge während des
Urknalls sowie den Nachweis bisher nur theoretisch existierender,
exotischer Elementarteilchen wie dem Higgs-Boson, das der Materie
ihre Schwerkraft verleiht.
Bilder zum Download finden Sie in der Linde Media Base online unter:
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The Linde Group ist ein weltweit führendes Gase- und
Engineeringunternehmen, das mit mehr als 50.000 Mitarbeitern in etwa
100 Ländern vertreten ist und im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von
12,3 Mrd. Euro erzielt hat. Die Strategie der Linde Group ist auf
ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der
gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden
Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt. Linde
handelt verantwortlich gegenüber Aktionären, Geschäftspartnern,
Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt - weltweit, in jedem
Geschäftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde
entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem
Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden.
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CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist das
weltweit führende Laboratorium für Teilchenphysik mit Hauptsitz im
schweizerischen Genf. Seine Mitgliedstaaten sind derzeit Belgien,
Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen,
Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik
und Ungarn. Indien, Israel, Japan, die Russische Föderation, Türkei,
die USA, die Europäische Kommission und die UNESCO haben
Beobachterstatus.
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September 10, 2008 06:01 ET (10:01 GMT)- - 06 01 AM EDT 09-10-08