17.12.2012 16:10
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Deutschland gibt Gas, erneuerbare Energien strahlen wieder

Die Aktienmärkte entwickelten sich in der zurückliegenden Woche erneut recht positiv. Von rund 170 von HypoVereinsbank onemarkets ausgewerteten Indizes legten 142 Barometer zu.
Zu den Gewinnern zählten Aktienindizes von Schwellenländern und Japan. Verluste mussten unter anderem Indizes aus Indien, Kasachstan und der Ukraine hinnehmen. Zum Wochenschluss gab es erste Signale, die Demokraten und Republikaner könnten das Fiscal Cliff möglicherweise doch noch vor Jahresschluss abwenden. Sollte sich das bestätigen, dürften die Aktienmärkte weiter steigen.

Deutschland: Nebenwerte schlagen Standardwerte

DAX auf 10.000 Punkte? „Durchaus denkbar“, erklärten jüngst Börsenexperten Dirk Müller und Max Otte gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Börse Online. Nach dem Sprint der vergangenen Wochen schaltete der DAX® in der zurückliegenden Woche jedoch einen Gang zurück und verbesserte sich „nur“ um wenige Punkte. Der Aufwärtstrend ist damit intakt. Solange die Unterstützung bei 7.530 Punkten hält, ist ein Trendwechsel zunächst auch nicht in Sicht. Die Barometer der zweiten Reihe divergierten. Der SDAX® zeigte sich erneut stärker als der DAX®. Aktuell notiert der Index allerdings an einer Widerstandsmarke bei 5.220 Punkten. Kann er diese Hürde in den nächsten Tagen meistern, hat das Barometer Luft bis 5.595 Punkte. Scheitert er, ist eine Korrektur bis 4.871 Punkte möglich. Zu den Verlierern der Woche zählte der TecDAX®. Vor allem die Chipwerte Aixtron und Dialog Semiconductor drückten den Index in Richtung der Unterstützung bei 827,25 Punkten. Weitere Verluste sind nicht ausgeschlossen. Unterstützung findet das Barometer bei 80 Punkten. Deutschlands Strategieindizes präsentierten sich meist sehr freundlich. Vor allem der DivMSDAX® (Total Return) Index EUR sowie Solactive® German Mergers & Acquisitions Performance-Index demonstrieren relative Stärke.

Schwellenländer: China gewinnt, Indien verliert

Gute Wirtschaftsdaten aus China verhalfen Aktienbarometern wie dem HANG SENG China Enterprises und dem FTSE/XINHUA® China 25 zu steigenden Kursen. Der HANG SENG China Enterprises überschritt die Widerstandszone bei 11.000 Punkten und peilt nun die nächste Hürde bei 11.770 Punkten an. Von einer verbesserten Stimmung Chinas profitierten auch Südkoreas Kospi200 und STOXX® Optimised Indonesia (Net Return) Index (EUR). Beide Länder hängen stark vom Export nach China ab. Der DBIX Deutsche Börse India Index® (Net-TR) EUR setzte die Konsolidierung der Vorwoche fort. In der laufenden Woche könnte es erneut zu einem Test der Unterstützung bei 288 Punkten kommen. Hält die Marke besteht die Chance auf eine baldige Fortsetzung des Aufwärtstrends. Andernfalls droht aus der Konsolidierung eine größere Korrektur zu werden.

Erneuerbare Energien mit neuem Schwung

Die Beschlüsse des jüngsten Klimagipfels in Doha waren kein großer Durchbruch. Dennoch waren vor allem Solartitel wieder gefragt wie lange nicht mehr. Solactive® EM Solar Energy Performance-Index und F.A.Z.® Erneuerbare Energien-Index (FAZ) wiesen am Ende des Beobachtungszeitraums das stärkste Aufwärtsmomentum unter 350 von HypoVereinsbank onemarkets analysierten Indizes auf. Hier konnten allenfalls Aktienindizes wie der DAXglobal® China Urbanization (Total Return) Index EUR DAXglobal® China Utilities (Total Return) Index EUR mithalten.

EURO STOXX® am Scheideweg

Der EURO STOXX® 50 befindet sich erneut am oberen Ende eines Seitwärtstrends. Sollte die Hürde bei 2.630 Punkten überwunden werden, hat der Index aus technischer Sicht Potenzial bis rund 3.000 Punkte. Motor des Index sind vor allem die Deutschen Anteilsscheine. Eine weitere Stabilisierung in der Euro-Zone und eine „Lösung“ des Fiscal Cliff könnten auch anderen europäischen Standardwerten einen Schub geben. Bei den meisten Produkten auf den EURO STOXX 50® wird die Dividende nicht berücksichtigt. Beim EURO STOXX 50® (Net Return) Index (EUR) werden Dividenden in der Berechnung einbezogen. Anleger sollten jedoch beachten: Dreht die Stimmung am Aktienmarkt oder scheitert eine Einigung in den USA, droht der EURO STOXX 50® Index erneut auf 2.400 Punkte zu fallen.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 14. Dezember 2012, 17:30 Uhr
Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte der HypoVereinsbank onemarkets

Das onemarkets Team wünscht schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Dominik Auricht befasst sich im Bereich Corporate & Investment Banking der UniCredit mit der strategischen Entwicklung von strukturierten Anlageprodukten unter der Marke HypoVereinsbank onemarkets: Zertifikate, Anleihen und Fonds. www.onemarkets.de
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