21.01.2013 15:38
Bewerten
 (0)

Schweiz und Small-Caps gefragt

HVB onemarkets Kolumne: Schweiz und Small-Caps gefragt | Nachricht | finanzen.net
HVB Onemarkets

Dominik Auricht

In der vergangenen Woche kam der Datenreigen aus den USA langsam in Fahrt. Neben zahlreichen Finanzhäusern warteten unter anderem Intel und General Electric ...

... mit Zahlen für das zurückliegende Quartal auf. Das Gros der Unternehmen konnte zwar überzeugen, richtungsweisend waren sie allerdings nicht. Die Aktienbarometer in den USA und Westeuropa pendelten vielmehr um ihren Vorwochenstand. Einzige Ausnahme war der Swiss Market Index (SMI®) (Price Return) Index. Bei asiatischen Indizes zeigten sich mehrheitlich Zugewinne. Hier halfen vor allem gute Wachstumszahlen aus China und Japans Plan, Inflation zu schüren. Zu den größten Gewinnern der zurückliegenden Woche zählten allerdings Istanbul Stock Exchange National 30 Index sowie Barometer aus Osteuropa wie CROBEX® (Zagreb Stock Exchange Index) und Russian Traded® Mid Cap Index (EUR).

Guardiola stützt den DAX®

Es war wohl die Nachricht der Woche: Pepe Guardiola kommt zu Bayern München. Dass sich der spanische Startrainer gegen die englischen Clubs entschied, kam ähnlich überraschend wie die darauffolgende Kursrallye von Adidas (Sponsor des FC Bayern München). Dem Kursplus des Sportartikelherstellers ist jedoch mitunter zu verdanken, dass der Standardwerte-Index im Vergleich zur Vorwoche nur marginal ins Minus rutschte. Der Seitwärtstrend ist somit weiter intakt. Ein neuer Trend zeichnet sich frühestens dann ab, wenn der Index die Unterstützung bei 7.641,46 Punkten unterschreitet oder 7.788,77 Punkte überschreitet.

Wie in der Vorwoche zeigen sich die deutschen Nebenwerte aktuell deutlich stärker als der DAX®. Im Beobachtungszeitraum von 13. bis 18.1.2013 schraubte sich der DAXplus® Export Strategy (Total Return) Index EUR knapp unter die Widerstandsmarke bei 200 Punkten. Wird sie durchbrochen, fehlen nur noch wenige Punkte bis zum Allzeithoch. Wie bereits in der Vorwoche beschrieben, zeigt der SDAX® Performance Index starkes Aufwärtsmomentum. Inzwischen ist die Hürde bei 5.646,51 Punkten überwunden. Damit ist aus technischer Sicht Luft bis zum Allzeithoch bei 6.683,98 Punkten.

Osteuropa gibt Gas

Gute Unternehmensdaten trieben den türkischen Istanbul Stock Exchange National 30 Index von einem Allzeithoch zum Nächsten. Nach Ansicht einiger Experten ist der Markt dennoch noch nicht überbewertet. Anleger sollten jedoch die Unterstützung bei 105.000 Punkten im Auge behalten. Wird diese Marke unterschritten, droht eine Korrektur bis in den Bereich von 100.000 Punkten.

Der CROBEX® (Zagreb Stock Exchange Index) zeigt aktuell ein starkes Aufwärtsmomentum. Der Widerstand bei 1.004,17 Punkten wurde bereits überschritten. Aus technischer Sicht hat der Index nun Potenzial bis 1.135,68 Punkte. Kroatien profitierte dabei unter anderem von Gazproms Plänen, eine Gas-Pipeline nach Kroatien zu verlegen und dort ein Kraftwerk zu bauen.

Der Russian Traded® Mid Cap Index (EUR) setzte in der vergangenen Woche den seit November 2012 gebildeten Aufwärtstrend fort. In dem Index befinden sich unter anderem Aktien von Aeroflot, des Versorgers Inter Rao und des Mobiltelefonbetreibers Mobile Telesystems. Aktuell bewegt sich der Index im Bereich einer hartnäckigen Widerstandsmarke. Ein Kaufsignal zeigt sich frühestens, wenn die Marke bei 2.318,74 Punkten überwunden ist.

Schweiz profitiert von Franken-Schwäche

Rund zwölf Monate klebte der Euro/Schweizer Franken-Kurs bei rund 1,20 CHF. In den vergangenen Tagen legte der Kurs gegenüber dem Euro jedoch deutlich zu. Das gab den Schweizer Aktien den nötigen Impuls, die Widerstandsmarke bei 7.000 Punkten deutlich zu überwinden. Die nächste Hürde liegt nun bei 7.797,33 Punkten. Investoren sollten allerdings weiter den Kurs des Schweizer Franken im Auge behalten. Nähert er sich wieder der Marke von 1,20 CHF pro Euro, könnte der Swiss Market Index (SMI®) (Price Return) wieder unter Druck geraten. Dies gilt auch für den Fall, dass Indexschwergewichte wie Nestle oder Novartis deutlich nachgeben.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 18. Januar 2013, 17:30 Uhr Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Dominik Auricht befasst sich im Bereich Corporate & Investment Banking der UniCredit mit der strategischen Entwicklung von strukturierten Anlageprodukten unter der Marke HypoVereinsbank onemarkets: Zertifikate, Anleihen und Fonds. www.onemarkets.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH i.G. übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Zalando - Wie der Online-Händler seine Gewinn­margen kräftig steigern will!
Der Einkauf von Waren im Internet gehört zu den Megatrends des 21. Jahrhunderts. Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom shoppen 98% aller Internet-Nutzer inzwischen online, wobei mehr als drei Viertel mehrmals im Monat Produkte über das Internet ordern. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins, warum Zalando zu den Profiteuren dieses Megatrends gehört und wie es seine Gewinnmargen weiter steigern will.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht über 11.200 Punkten ins Wochenende -- US-Börsen leicht im Plus -- Coca-Cola kündigt Chefwechsel an -- Chinesische Investoren beenden Verhandlungen um Siltronic -- VW, AIXTRON, Zynga im Fokus

Orange spricht offenbar mit Vivendi über Kauf von Canal Plus. Coeure: EZB-Beschlüsse enthalten eine Warnung. Evonik kauft Kieselsäure-Geschäft von JM Huber. Steuern: Was sich 2017 alles ändert. Carl Zeiss Meditec legt zu.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Aktien besitzt Warren Buffett in seinem Portfolio?
Jetzt durchklicken
Das verdienen die wichtigsten Staats- und Regierungschefs
Jetzt durchklicken
In diesen Städten möchten die Deutschen leben
Jetzt durchklicken
Welche Ideen hält Google für die Zukunft bereit?
Jetzt durchklicken
In diesen Ländern wird der American Dream gelebt
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es in den kommenden sechs Monaten schwieriger wird, die eigenen Renditeerwartungen zu erzielen?