04.02.2013 16:28
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USA und Japan legen zu, Ungarn vor Comeback

HVB Onemarkets

Dominik Auricht

In der zurückliegenden Woche präsentierten sich die deutschen Indizes uneinheitlich.

Während der MDAX Index marginal zulegte, gaben der DAX- und TecDAX-Index nach. Einer Auswertung der HypoVereinsbank onemarkets unter über 170 Länderindizes zufolge, konnten im Beobachtungszeitraum vom 28.1. bis 1.2.2013 vor allem osteuropäische Aktienbarometer wie der Ukrainian Traded Index in EUR, der Bulgarian Traded® Index in EUR und der Hungarian Traded Index in EUR sowie der japanische Nikkei 225 Index überdurchschnittlich stark zulegen. Zu den größten Verlierern zählten neben dem türkischen Istanbul Stock Exchange National 30 Index, der spanische IBEX 35 Index sowie der griechische FTSE/ATHEX 20 Index.

Europa – Spanien unter Druck

Der spanische Aktienmarkt musste in der vergangenen Woche kräftig Federn lassen. Meldungen wonach Spanien im vierten Quartal 2012 tiefer in die Rezession rutschte als erwartet, brachte den Aktienmarkt unter Druck. Nachdem die Unterstützung beim IBEX 35 Index bei 8.400 Punkten bereits unterschritten wurde, droht nun eine Korrektur bis 8.000 Punkte oder gar noch tiefer. Griechische Titel gaben ebenfalls nach. Allerdings hat sich der FTSE/ATHEX 20 Index seit Sommer 2012 knapp verdoppelt. Anleger sollten allerdings die Unterstützung bei 324 Punkten im Auge behalten. Wird sie unterschritten, könnte es zu einer deutlicheren Korrektur kommen.

Asien – Japan und China legen zu

Befeuert von guten Wirtschaftszahlen legten chinesische Aktien in der vergangenen Woche weiter zu. HANG SENG China Enterprises und FTSE/XINHUA China 25. Der HANG SENG China Enterprises überwand inzwischen die 12.000 Punkte-Marke. Nun hat das Barometer aus technischer Sicht Luft bis zum Hoch aus dem Jahr 2010 bei 14.000 Punkten. Der Nikkei 225 ist derzeit in Rallyelaune. Inzwischen konnte er das Hoch von 2010 bei 11.250 Punkten überwinden und steuert nun die Widerstandsmarke bei 12.000 Punkten an.

USA – Super Bowl entscheidet

Die amerikanischen Indizes Dow Jones Industrial Average und S&P 500 bewegen sich im Bereich ihrer jeweiligen Allzeithochs. Laut Super Bowl Indikator droht allerdings im weiteren Jahresverlauf ein Kurssturz. Als die Ravens 2001 den Super Bowl gewannen, platzte die Internetblase.

Ungarn – Favorit der Investoren

Der ungarische Hungarian Traded Index in EUR zählte im vergangenen Jahr zu den Verlierern. Das Land schlitterte 2012 erneut in die Rezession. Experten zufolge wird auch 2013 ein schwieriges Jahr. Es gibt allerdings auch Licht am Horizont. Einer Analyse von Bloomberg zufolge zählt Ungarn bei Investoren zu den Top 20 Schwellenländern. Seit Ende Dezember zeigt der Hungarian Traded Index ein starkes Aufwärtsmomentum. Gelingt es das Hoch vom Januar bei 3.000 Punkten zu überwinden, ist aus technischer Sicht weiteres Potenzial bis zum Höchststand vom Oktober 2012 von rund 3.150 Punkten. Angesichts der schwierigen Wirtschafts- und Finanzlage des Landes, müssen Anleger jedoch immer wieder mit Rückschlägen rechnen.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 1. Februar 2013, 17:30 Uhr

Dominik Auricht befasst sich im Bereich Corporate & Investment Banking der UniCredit mit der strategischen Entwicklung von strukturierten Anlageprodukten unter der Marke HypoVereinsbank onemarkets: Zertifikate, Anleihen und Fonds. www.onemarkets.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH i.G. übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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