18.02.2013 15:06
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Globale Verunsicherung, starke Nebenwerte

Die zurückliegende Woche war von einer gewissen Unsicherheit geprägt. Zahlreiche Aktienbarometer aus Europa und den USA gaben im Wochenvergleich nach.
Deutsche Nebenwerte konnten hingegen zulegen. Überdurchschnittlich stark präsentierten sich zudem Aktienindizes aus Asien und Sektoren wie die Erneuerbaren Energien. Nebenwerte aus der Eurozone starten die Aufholjagd.

Starke Nebenwerte, schwache Standardwerte

Der DAX® tauchte im Wochenverlauf wieder in Richtung 7.600 Punkte ab. Damit rücken neue Rekordstände zunächst wieder in weite Ferne. Sollte das Aktienbarometer gar noch weiter sinken und die Unterstützung bei 7.500 Punkten unterschreiten, gerät der seit Juni 2012 gebildete Aufwärtstrend in Gefahr. In diesem Fall könnte sich die Korrektur bis 7.000 Punkte fortsetzen.

Der SDAX® Index setzte vergangene Woche die Rekordjagd fort. Inzwischen notiert der Index kurz vor der 6.000 Punkte-Marke. Einen ähnlichen Kurs verfolgt der MDAX® Index. Inzwischen liegt der Index bei rund 13.000 Punkten. Im Bereich von rund 13.400 Punkten stößt er auf die obere Begrenzung des seit März 2009 gebildeten Aufwärtstrendkanals. Spätestens auf diesem Level ist mit einer Konsolidierung zu rechnen. Mittelfristig ist der Aufwärstrend bisher jedoch intakt.

Kritischer ist es aktuell beim EURO STOXX® 50 (Price-) Index. Er hat den seit Juni 2012 gebildeten Aufwärtstrendkanal in der vergangenen Woche nach unten durchbrochen. Die 2.600 Punkte-Marke bietet nun die solide Unterstützung. Hält sie, könnte der Index in den nächsten Tagen wieder in den Trendkanal zurückkehren. Wird sie allerdings unterschritten, droht ein Kursrückgang bis 2.436 Punkte. Spätestens nach der Italien-Wahl am kommenden Wochenende dürfte die Richtung klar sein.

USA atmet durch

Den amerikanischen Indizes ging vergangene Woche die Puste aus. Der S&P 500® Index stagnierte im Bereich von 1.520 Punkten. Der Dow Jones testete mehrfach die 14.000 Punkte-Marke – ohne sie allerdings signifikant zu übertreffen. Am heutigen Montag bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen. Ob es mit der Rallye danach weitergeht, ist offen. Das wird unter anderem vom Einkaufsmanagerindex sowie den Arbeitsmarkt- und Häusermarktdaten abhängen, die in dieser Woche veröffentlicht werden.

Korea – Won gibt Kurs vor

Der STOXX® Optimised Indonesien (Net Return) Index (EUR) und der KOSPI 200 Index legten in der vergangenen Woche überdurchschnittlich stark zu. Indonesiens Index markierte mit 776,20 Punkten erneut ein Allzeithoch. Der KOSPI 200 Index konnte aus dem seit Anfang Januar gestarteten Abwärtstrend ausbrechen. Bei 265,82 Punkten zeigt sich jedoch eine starke Widerstandsmarke. Gelingt es dieses Level zu überwinden, stehen die Chancen aus technischer Sicht gut, dass der Ende 2008 gestartete Aufwärtstrend fortgesetzt wird. Allerdings besteht ein großes Risiko. Südkorea befindet sich in hartem Wettbewerb mit Japan. Beide sind stark vom Export abhängig. In den vergangenen Monaten wertete der Yen jedoch nicht nur gegen den Euro und den Dollar, sondern auch gegenüber dem koreanischen Won ab. Setzt sich dieser Kurs fort, könnte der KOSPI 200 Index wieder unter Druck geraten. Erholt sich der Won, könnten die Aktien Aufwind bekommen.

Öko im Aufwind

Unter den Branchenindizes präsentierten sich in der zurückliegenden Woche vor allem Erneuerbare Energien auf der Sonnenseite. Der F.A.Z. Erneuerbare Energien-Index konnte sich inzwischen deutlich von der technischen Unterstützung bei 200 Punkten distanzieren. Bei 250 Punkten zeigt sich ein starker Widerstand. Optimisten sollten einen Ausbruch über diese Marke abwarten, ehe sie einsteigen. Aus technischer Sicht attraktiver zeigt sich der Solactive® Global Renewable Energy Performance-Index. Er hat den Widerstand bei 55,40 Punkten inzwischen überwunden. Nun hat der Index Luft bis 69,60 Punkte.

Euro-Nebenwerte holen auf

Deutschlands Nebenwerte zeigen sich schon seit Monaten in bester Verfassung. Der MDAX® notiert schließlich auf Rekordniveau. Das Pendant der Eurozone der EURO STOXX® Mid (Net Return) Index (EUR) ist davon weit entfernt. In den vergangenen Woche entwickelte der Index allerdings eine relative Stärke. Im Bereich von 440 Punkten liegt noch eine starke Widerstandsmarke. Anleger sollten einen Ausbruch über diese Marke abwarten ehe sie einsteigen. Gelingt der Ausbruch, ist der Weg aus technischer Sicht frei bis 502,56 Punkte. Mit einem durchschnittlichen KGV von rund 14 und einer Dividendenrendite von durchschnittlich 3,5 Prozent (laut Bloomberg) sind die Titel angemessen bewertet.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 15. Februar 2013, 17:30 Uhr

Dominik Auricht befasst sich im Bereich Corporate & Investment Banking der UniCredit mit der strategischen Entwicklung von strukturierten Anlageprodukten unter der Marke HypoVereinsbank onemarkets: Zertifikate, Anleihen und Fonds. www.onemarkets.de
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