-->-->
04.02.2013 09:10
Bewerten
 (1)

Frankreich bereitet Kürzung der Wachstumsprognose 2013 vor

Halbierung der Prognose?
Die französische Regierung bereitet nach Angaben aus informierten Kreisen die Kürzung ihrer Wachstumsprognose für das laufende Jahr vor.
Damit steht die Regierung von Staatspräsident Francois Hollande vor einer schmerzhaften Wahl: Entweder muss das bislang als sakrosankt präsentierte Defizitziel aufgegeben werden, oder im bereits zusammengestrichenen Budget muss weiter gekürzt werden.
-->

   Hochrangige Beamte sagten, die Regierung werde die Wachstumsprognose mindestens halbieren, wenn Ende Februar oder Anfang März die Revision anstehe. Der Haushaltsplan für 2013 unterstellt bisher ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent. Nach Angaben der Beamten dürfte die Prognose auf 0,3 Prozent oder 0,4 Prozent sinken.

   Die Regierungsprognose würde damit in der Nähe der Vorhersagen von internationalen Organisationen zurückfallen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,3 Prozent voraus, die EU-Kommission prognostiziert ein Plus von 0,4 Prozent.

   Im Januar hatte Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Währungsunion, seine Wachstumsprognose auf 0,4 Prozent von 1,0 Prozent gekappt.

   Hollandes Regierung wird erklären müssen, was das schwächere Wachstum für ihr Ziel bedeutet, das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 3,0 Prozent zu senken, nach einem geschätzten Defizit von 4,5 Prozent im vergangenen Jahr. Frankreich hat eine so tiefe Krise wie in manchen südeuropäischen Ländern vermeiden können, doch seit Oktober stagniert die Wirtschaft. Die Arbeitslosenquote liegt bei über zehn Prozent und steigt weiter.

   Das Festhalten an der Defizitprognose hat der französischen Regierung geholfen, Vertrauen bei Investoren aufzubauen, die mit dem Kauf von Schuldtiteln die Finanzierungskosten für den Staat gering halten. Ein schwächeres Wachstum macht es schwieriger, das Defizitziel zu erreichen, weil die Steuereinnahmen fallen, während die Sozialausgaben steigen.

Dow Jones Newswires,  Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 46 AM EST 02-04-13

Bildquellen: dutourdumonde / Shutterstock.com, Domen Colja / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Dow im Minus -- Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung stärker geworden -- STADA, VW im Fokus

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein. Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger. Deutsche Post startet ab Montag weitere Tranche des Aktienrückkaufs. Bundesfinanzministerium sieht EZB-Anleihekäufe mit Sorge. Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt. Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->