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Allianz hat sich im zweiten Quartal überraschend gut geschlagen. Der operative Gewinn stieg um knapp drei Prozent auf 2,36 Milliarden Euro, unterm Strich blieben so 1,32 (Vorjahr 1,07) Milliarden hängen, wie Europas größter Versicherer am Freitag in München mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Überschuss von 1,19 Milliarden Euro gerechnet. Bei Investoren kamen die Zahlen gut an. Die Aktie lag zum Handelsschluss mit 4,8 Prozent im Plus.
Im Vorjahr hatten Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen der Allianz die Bilanz verhagelt. Ähnlich hohe Sonderlasten fielen dieses Mal nicht an.
Außerdem profitierten die Münchner von höheren Wertpapierverkäufen und geringeren Wertkorrekturen auf Aktien. „Unser operatives Geschäft ist stabil und bleibt auf Kurs“, sagte Konzernchef Michael Diekmann. Er bekräftigte das Ziel, im Gesamtjahr 2012 operativ 7,7 bis 8,7 Milliarden Euro verdienen zu wollen.
Getragen wurde das operative Ergebnis von steigenden Gewinnen in der Lebensversicherung und der Vermögensverwaltung. Die Kernsparte Schaden/Unfall schnitt dagegen von April bis Juni
um 16 Prozent schlechter ab als im Vorjahr. Die Belastungen aus Naturkatastrophen wie dem Erdbeben in Italien Anfang Juni lagen mit 174 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Unwetter im Juli in Deutschland und anderen Ländern dürften mit weiteren rund 100 Millionen Euro zu Buche schlagen. Dazu drohen Belastungen aus der Dürre in den USA. Die Höhe sei aber noch nicht absehbar.
Bildquellen: Allianz SE