Handel gibt Weihnachtsgeschäft noch nicht verloren - HDE sieht leichtes Plus
Eine Umfrage unter den Einzelhandelsunternehmen habe ergeben, dass es im Oktober und November keinen Umsatzeinbruch gegeben habe. Zwar sei der Handel mehrheitlich nicht mit dem November-Geschäft zufrieden. Die Werte seien insgesamt aber besser als im Vorjahr. Positive Rückmeldungen habe es vor allem aus Branchen wie Uhren-, Schmuck-, Spielwaren- und Haushaltswarenhandel gegeben, sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser.
KEINE KONKRETEN ANHALTSPUNKTE FÜR SCHLECHTES WEIHNACHTSGESCHÄFT
Konkrete Anhaltspunkte für ein schlechtes Weihnachtsgeschäft sehe er nicht, so Sanktjohanser. "Es haben bisher nur relativ wenige Menschen tatsächlich Geld durch die Finanzkrise verloren. Die Einkommen sind im Vorjahresvergleich gestiegen und auch die Zahl der Erwerbstätigen ist deutlich höher. Zudem ist die Kaufkraft wegen des Rückgangs der Inflation wieder stärker als zur Jahresmitte." Die meisten Beschäftigten erhielten zudem ihr Weihnachtsgeld in diesem Jahr wieder in voller Höhe.
Für das Gesamtjahr 2008 rechnet der Verband mit einem nominalen Umsatzplus von 1,5 Prozent. Preisbereinigt entspricht dies einem Umsatzrückgang von etwa einem Prozent. Eine konkrete Prognose für das kommende Jahr wagten die Händler nicht. Insgesamt dürften die privaten Konsumausgaben im Vergleich zum Vorjahr wohl nicht zurückgehen. Genügend Kaufkraft sollte vorhanden sein. Der Spielraum für ein Abschneiden des Einzelhandels auf Vorjahresniveau sei daher gegeben. Entscheidend sei die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt./she/he


