Vorige Woche hatte die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH den ursprünglich geplanten Starttermin 3. Juni mit dem Verweis auf Probleme bei der Brandschutztechnik auf unbestimmte Zeit verschoben.
Mit dem neuen Eröffnungstermin will die Betreibergesellschaft auf der sicheren Seite sein. Es solle das Risiko vermieden werden, dass die veranschlagte Zeitdauer für Abnahmen und Zertifizierungen wieder nicht ausreicht, hieß es. Zudem sei ein Flughafenumzug im Winter aufgrund der Schlechtwettergefahr und damit einhergehender operationeller Einschränkungen "zu risikoreich und grundsätzlich nicht empfehlenswert."
Der Chef von Air Berlin, Hartmut Mehdorn, reagierte verärgert auf den neuen Termin. Wäre eine Verschiebung auf Ende Oktober noch hinzunehmen gewesen, greife die jüngste Entscheidung in die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ein. Man habe sowohl den Fluggästen, den Gesellschaften der oneworld-Allianz und dem strategischen Partner Etihad versprochen, ihnen künftig auch beim Umsteigen in Berlin einen guten Service zu bieten. "Der ist nun in weite Ferne gerückt", sagte Mehdorn. "Stattdessen müssen wir weiter mit einem viel zu kleinen, für das Umsteigen völlig ungeeigneten Flughafen Tegel leben", so der Vorstandsvorsitzende von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft.
Die Probleme am Hauptstadtflughafen haben in der Betreibergesellschaft auch personelle Konsequenzen. So wird der Technikgeschäftsführer Manfred Körtgen das Unternehmen verlassen. Außerdem wird das Vertragsverhältnis mit der für Generalplanung und Objektüberwachung zuständigen Planungsgemeinschaft Flughafen Berlin Brandenburg International beendet.
BERLIN (Dow Jones)