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07.02.2011 17:00

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Die vielfach mit Spannung erwarteten US-Arbeitslosenzahlen fielen ...

... am Freitag nicht unbedingt zufrieden stellend aus. Vor allem bei den Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft war anstelle des erwarteten Zuwachses von 125.000 bis 150.000 Stellen nur ein Plus von 36.000 Arbeitsplätzen zu beobachten. Die Reaktion an den Börsen fiel allerdings nur ganz kurz zurückhaltend aus. Im Anschluss zeigten die Notierungen wieder nach oben, um die Woche nahezu auf einem neuen Jahreshoch zu beschließen.

Weiterhin geöffnete Geldschleusen?

Damit fassen die Maßnahmen des so genannten „quantitative easing“ noch nicht so richtig Fuß. Die US-Notenbank hatte nach der Finanzkrise die Zinsen auf ein historisch niedriges Niveau gesenkt und kauft seitdem auch immer wieder Staatsanleihen zu. Damit wird dem Markt weitere Liquidität zugeführt. Wir hatten bereits mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Geld natürlich auch seinen Weg an die Börse findet und die Notierungen damit weiter antreibt. Ebenfalls hatten wir aber auch darauf hingewiesen, dass mit einer Korrektur zu rechnen ist, wenn dem Markt die Liquidität wieder abgezogen wird. Da die Maßnahmen aber offenbar am US-Arbeitsmarkt noch nicht so richtig fruchten, dürfte die aktuelle Vorgehensweise der US-Notenbank vorerst beibehalten werden.

Aktienmarkt weiterhin im Aufwind

Charttechnisch hat der DAX die vergangene Woche über der Marke von 7.200 Punkten beendet. Der Dow Jones ging im US-Handel über dem Widerstand bei 12.000 Punkten aus dem Handel, der S&P 500 konnte die runde Zahl von 1.300 Zählern überwinden. Obwohl die Aufwärtstendenz nun schon einige Monate anhält und durchaus die Gefahr eines Rückschlags vorhanden ist, scheint die Richtung vorerst weiter nach oben zu zeigen. Mit der kleinen Konsolidierung im DAX von Mitte Dezember bis Mitte Januar wurde zudem auch wieder etwas Überhitzung aus der Bewegung genommen, womit auch von dieser Seite der Trend noch etwas anhalten könnte. Interessant hierbei ist zudem, dass die Titel, die von den Anlegern im vergangenen Jahr nicht beachtet wurden, allmählich auch durchstarten. So fallen die Versorger immer noch durch günstige Bewertungen auf. Daneben ziehen – wie in der letzten Woche sehr schön zu beobachten war – auch die Versicherungstitel wieder an. Aber auch die Banken erfreuen sich allmählich wieder der Gunst der Akteure. Es scheint daher kein Fehler, in den kommenden Wochen Titel wie Allianz, E.ON, RWE, Deutsche Bank oder auch eine Axa oder eine Generali auf dem Schirm zu haben.

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes Hebelzertifikate-Trader. Bereits seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt er sich mit dem Thema Börse, speziell der Technischen Analyse. Infos: www.hebelzertifikate-trader.de Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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