11.12.2012 09:33
Bewerten
 (2)

Auf die Jahresendrally eingestimmt

Hebelzertifikate-Trader

Stephan Feuerstein
Das Weihnachtsgeschäft hat begonnen und stellt für die Einzelhändler immer einen wichtigen Abschnitt dar.
Denn in den letzten Wochen vor Weihnachten wird ein beachtlicher Teil des Jahresumsatzes gemacht. Auch an der Börse ist diese Zeit in der Regel von steigenden Notierungen begleitet – bislang auch in diesem Jahr. Allerdings ist der DAX seit Mitte November nun um rund 600 Punkte emporgeklettert, so dass man sich durchaus die Frage stellen darf, wie lange dies noch ohne nennenswerte Konsolidierung in dieser Form weiterläuft.

Positive, aber verhaltene Einstellung!

Eine alte Börsenweisheit besagt, dass bereits alle investiert sind, wenn alle von steigenden Kursen ausgehen. Damit ist das so genannte „Sentiment“ immer ein antizyklischer Indikator. Ein hohes Maß an Optimismus ist daher ein Warnzeichen nach bereits gestiegenen Kursen, ein extremer Pessimismus ebenso ein erstes Signal für eine Trendwende nach oben. Aktuell hat der DAX seit Mitte November eine relativ geradlinige Rally präsentiert und damit ist auch der Optimismus nach oben geklettert. Allerdings sind die Anleger bislang noch nicht euphorisch! Wenngleich die eine oder andere Gazette die übliche Jahresendrally ausruft, erkennt man in Einzelgesprächen mit Anlegern durchaus eine gewisse Skepsis. Genau dies könnte aber ein Grund sein, warum die Kurse auch in diesem Jahr noch etwas weiterklettern könnten. Aber Vorsicht: Nach jedem Anstieg kommt auch ein Rücksetzer, die Bäume an der Börse sind bislang noch nie endlos in den Himmel gewachsen. Da die Rally bereits einige Punkte verbucht hat, steigt damit auch die Gefahr eines Rücksetzers. Wenn dieser noch auf sich warten lässt, könnte sich dieser dafür dann umso üppiger bemerkbar machen.

Und noch einmal Fiskalklippe!

Ein Punkt, der momentan in den Köpfen vieler Anleger ein Hemmnis darstellt, ist die so genannte „Fiskalklippe“. Wie wir aber bereits erwähnt haben, dürften die Streitparteien in den USA sicherlich eine Einigung erzielen und damit erneut weiteres Geld ausgeben. Damit sollte die ohnehin liquiditätsgetriebene Bewegung nach oben weitere Impulse erhalten, weshalb wir unter Abwägung aller Einflussfaktoren eine Fortsetzung der aktuell freundlichen Tendenz vorerst durchaus für möglich halten – auch über den Jahreswechsel hinweg. Abhängig davon, wie lange und wie steil dieser Trend anhält, ist dann aber auch mit einer Konsolidierung oder gar mit einer korrigierenden Bewegung zu rechnen. Bis dahin gilt aber unverändert: „the trend is your friend“.

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes Hebelzertifikate-Trader. Bereits seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt er sich mit dem Thema Börse, speziell der Technischen Analyse. Infos: www.hebelzertifikate-trader.de Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Heute im Fokus

DAX schließt mit Zuschlägen über 3 Prozent -- Wall Street deutlich im Plus -- ESM-Chef will Athen keine weitere Zinssenkungen geben -- Amazon, Daimler, Fresenius, Fielmann im Fokus

Lidl will selber Eiscreme produzieren. Instagram lässt mehr Bildformate zu. Apple lädt zu Neuheiten-Präsentation am 9. September. Informelle Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole. Bayer nun auch in Deutschland wegen Antibabypille vor Gericht. Postbank läuft sich für Börsengang warm. Fiat-Chef Marchionne führt Ferrari laut Insidern an die Börse. Google: EU-Wettbewerbsvorwürfe sind falsch. Apples Watch dürfte Fitbit-Geräten den Rang ablaufen.
Die niedrigsten Neuzulassungen

Wer brilliert in der Wirtschaftswelt?

Diese Firmen patentieren am meisten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Was verdient man bei Google?

Welcher Darsteller verdient am meisten?

Wer waren die Aktienstars des deutschen Leitindex?

Produkte von Google, die keiner kennt

Heute sind sie Milliardäre

mehr Top Rankings

Umfrage

Der deutsche Leitindex kann die Marke von 10.000 Punkten zum Wochenauftakt vorbörslich nicht mehr verteidigen. Wo sehen sie den DAX in einem Monat?