19.06.2012 13:50
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Euro weiter auf Talfahrt

Nun ist sie erfolgt, die mit viel Spannung erwartete Wahl in Griechenland. Damit kommt das Wunschdenken des einen oder anderen Marktteilnehmers wieder in der Realität an.
Denn – was zunächst positiv zu werten ist – die „Sparbefürworter“ haben zwar die Mehrheit. Es ist aber davon auszugehen, dass mit dem Bilden einer Regierung in Griechenland nicht plötzlich alle Probleme verschwunden sind.

Italien und Spanien weiter im Fokus!

Was nach dem Wahlausgang in Griechenland bleibt, ist die Furcht an den Märkten, dass die Schuldenkrise weiter auf Spanien und Italien übergreift. Dies ist sehr gut an den Renditen der entsprechenden Staatsanleihen abzulesen: In Madrid klettern diese für zehnjährige Staatsanleihen auf beachtliche 7,2 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit der Einführung des Euro. Damit wird es für Spanien immer schwieriger, sich neues Geld zu beschaffen. Bzw. eben immer teurer. Und so folgte auch am Aktienmarkt zum Wochenauftakt dem zunächst euphorischen Anstieg rasch wieder die Ernüchterung mit der Erkenntnis, dass man Probleme nicht einfach wegwählen kann.

Erholung beim Euro beendet?

Im Vorfeld der Wahl in Griechenland zeigte sich der Euro seit Anfang Juni von seiner freundlichen Seite und konnte sich von rund 1,23 US-Dollar auf zeitweilig rund 1,2750 US-Dollar erholen. Mit dem Beginn der neuen Woche hat die Gemeinschaftswährung aber einen erneuten Dämpfer verpasst bekommen und ist abermals klar nach unten weggetaucht. Diese Tendenz dürfte vorerst weiter anhalten, so dass ein Erreichen des Tiefs von 2010 bei rund 1,19 US-Dollar nicht mehr unwahrscheinlich ist. Diese Bewegung lässt sich in den kommenden Wochen beispielsweise mit einem Turbo-Short-Zertifikat handeln.

Gold und Silber

Im Blickfeld haben wir allmählich auch wieder Gold und Silber, die beide in den vergangenen Monaten korrigiert hatten. Nun muss sich zeigen, ob sich bereits erste Signale für einen abermaligen Aufschwung ergeben. Noch halten wir Gold und Silber aber „nur“ für beobachtenswert!

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes Hebelzertifikate-Trader. Bereits seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt er sich mit dem Thema Börse, speziell der Technischen Analyse. Infos: www.hebelzertifikate-trader.de Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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