DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Heidelberger Druckmaschinen AG sucht nach einem Partner für digitale Druckmaschinen. "Im Digitaldruck suchen wir nach einem Partner; diesem bieten wir den Zugang zum Kunden, aber auch unsere Logistik und unser Serviceteam", sagte Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier dem "Handelsblatt" (HB - Mittwochsausgabe). Zugleich plane er neue Einschnitte mit der für den 1. April geplanten Umgruppierung des Konzerns, schreibt die Zeitung.
Während die klassische Druckindustrie in der Krise stecke, wachse das Geschäft mit digitalem Druck. "Der Digitaldruck hat einen Marktanteil von 15%. Das Druckvolumen wächst im unteren zweistelligen Prozentbereich", sagte Schreier. Es gebe kaum eine Druckerei ohne digitale Maschine. Den Aufbau einer eigenen Produktion plane er nicht. "Wir wollen das Rad nicht zwei Mal erfinden." Wie die Zusammenarbeit konkret aussehen soll, blieb offen.
Der weltgrößte Hersteller von Druckmaschinen gliedert sich mit dem Start des Geschäftsjahres 2010/2011 in die drei Bereiche Maschinenbau, Service und Finanzdienstleistungen. "Davon erwarten wir nicht nur, dass sich die Geschäftsfelder zusätzlichen Sauerstoff holen. Wir erwarten auch, dass wir dadurch die Strukturen im Unternehmen aufbrechen und neue Effizienzpotenziale finden", sagte Schreier. Bis Ende März sollen die Planungen für das neue Sparprogramm ausgearbeitet sein.
Die Einspareffekte werden nach seinen Angaben im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. "Auch personell werden wir an der einen oder anderen Stelle noch schlanker werden müssen", sagte Schreier. Bislang habe Heidelberger 4.000 Stellen gestrichen.
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February 24, 2010 00:42 ET (05:42 GMT)
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