DAX8.3760,3%  Dow15.295-0,1%  Euro1,29840,4% 
ESt502.7910,5%  Nas3.459-0,1%  Öl102,4-0,1% 
TDax961,90,1%  Nikkei14.6130,9%  Gold1.390-0,1% 

12.02.2010 14:09

Senden
KOLUMNE
HEIKO ASCHOFF-KOLUMNE

Finanzmarktkrise war gestern


Griechenland die nächste Bewährungsprobe?

Betrachtet man das Anlageverhalten vieler Privatleute, so scheint die Finanzmarktkrise längst abgehakt zu sein. Nach einer Statistik der Bundesbank zum Einlagengeschäft brauchen sich selbst Bankinstitute, die sich in der Krise nicht mit Ruhm bekleckert haben, um ein wachsendes Einlagengeschäft nicht zu beklagen. Die „Generalamnestie“ des Staates für Beinahe-Pleiteinstitute setzt das Chance-Risiko-Kalkül außer Kraft. Hohe, nicht marktgerechte Zinsangebote locken die Anleger. Was soll schon passieren? Im Zweifel richtet es Vater Staat, mag so mancher denken. Der Fall Kaupthing Bank lässt grüßen. Doch wer rettet die Retter? „Privatleute vertrauen fast jeder Bank“ titelt der lesenswerte Beitrag von Yasmin Osman im Handelsblatt (online) vom 11. Februar 2010. Die Autorin weist daraufhin, dass bei den Profis das Gedächtnis nicht ganz so kurz zu sein scheint. Die Genossenschaftsbanken, die die Finanzmarktkrise ohne staatliche Hilfen gut überstanden haben, erfreuen sich bei den Profis steigender Beliebtheit.

Mit dem Fall Griechenland zeichnet sich die nächste Bewährungsprobe ab. Wird die zügellose Ausgabenpolitik eines Staates alimentiert durch das übrige Europa? Hier gilt es abzuwägen zwischen einer kurzfristigen Rettung und deren langfristigen Folgen. Warum sollten sich die anderen Mitgliedsstaaten einer strengen Haushaltspolitik unterwerfen, wenn an anderer Stelle die Mittel mit offenen Armen ausgegeben werden?

Es darf keinen Freibrief geben. Die finanziellen Rettungsmaßnahmen müssen an strenge Bedingungen geknüpft werden, die langfristig einen verantwortungsvollen Umgang mit den knappen Ressourcen fördern. Ich habe meine Zweifel, dass die Politik diesen Weg konsequent gehen wird. Es ist kurzfristig einfacher, die Symptome mit frischem Geld und Solidaritätsbekundungen zu bekämpfen. Mit den Folgen darf sich die nächste Generation auseinandersetzen.

Wohin eine Trennung von Entscheidungsgewalt und Verantwortung führen kann, haben die Auswüchse der Finanzmarktkrise gezeigt. Nur wenn die Handelnden für ihre Taten voll verantwortlich sind und unmittelbar zur Rechenschaft gezogen werden, können solche Fehlentwicklungen begrenzt werden.

Heiko Aschoff ist selbständiger Trader und Geschäftsführer der Investment Ideen GmbH. Als Banker und Pensionsfondsmanager war er mitverantwortlich für über sieben Milliarden Euro Anlagevolumen. Im Börsendienst www.investment-ideen.de stellt er seine persönlichen Anlageempfehlungen vor.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus

Kommentare zu diesem Artikel

Opa schrieb:
13.02.2010 13:09:32

Falls Sie meinen Kommentar nicht verstehen Hr. Bellmann. Brilliant schreibt man im Deutschen so: Brillant.

Das wissen Sie aber sicherlich, somit bleibt Ihnen mein: Setzen -sechs! erspart.

Opa schrieb:
13.02.2010 12:12:19

Herr Bellman, Ihre Aussagen zu diesem Artikel: Brilliant daneben. Setzen, sechs!

Opa schrieb:
13.02.2010 12:11:33

Und wieder disqualifizieren sich schon wieder mit ihren Kommentaren. Leute beleidigen scheint hoch im Kurs zu sein. Hr. Aschoff schreibt sachlich und stellt eine Frage in den Raum, was Kaupthing-Sparer wohl dazu berechtigt, ihn persönlich anzugreifen.

k.o.pthing schrieb:
13.02.2010 10:06:51

Die Kaupthing-Sparer als Dummbatzen der Nation? Mehr als 20 Millarden Euro haben die Institutionellen Anleger alleine bei der Kaupthing verzockt. Knapp 300 Millionen hiervon alleine die KfW mit Billigung des damaligen Vorsitzenden des Verwaltungsrates,
Peer Steinbrück.

Karlheinz Bellmann schrieb:
12.02.2010 23:34:30

Ihre Aussagen zu Kaupthing: Brilliant daneben. Setzen, sechs!

Seite: 12
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen