25.01.2013 11:50
Bewerten
 (5)

Gute Stimmung, schlechte Stimmung

Heiko Aschoff Kolumne

Heiko Aschoff
Die Wall Street ist auf Rekordjagd. Ein Hoch nach dem anderen. Unser heimisches Börsentier DAX...
... ist nur noch ein paar Prozent vom Allzeithoch entfernt. Partystimmung Fehlanzeige. Ein gutes Zeichen für weiter steigende Kurse?

Angst ist gut

Ist die Stimmung mau, sind genügend Zweifler nicht investiert. Erst wenn es weiter aufwärts geht, verlieren die Letzten ihre Skepsis und springen in den Markt. Die Angst etwas zu verpassen, ist ein schlechter Ratgeber. Der nächste kurzfristige Rückschlag droht.

Wie fühlen Sie sich?

Wie misst man die Stimmung? Es gibt viele Verfahren. Jedes hat seine Stärken und Schwächen. Eine Möglichkeit ist die Messung der Stimmung unter den Börsenbriefschreibern. Betrachten Sie die Abbildung eins. Sie zeigt die Stimmung zu deutschen Aktien (Quelle: Market Maker).

Profis im Wechselbad der Gefühle

Im oberen Fenster der Abbildung eins verläuft der DAX, darunter der Anteil positiv gestimmter Börsenbriefherausgeber. Ganz unten die negativ gestimmten Experten. Die grünen Kästchen zeigen Phasen großer Skepsis. In diesen Phasen ist fast kein Experte positiv gestimmt. Die Zahl der Skeptiker erreicht einen Höhepunkt. Und was macht der DAX in der „grüne Phase“? Er bildet ein Zwischentief und steigt munter auf ein neues Hoch. Skepsis ist offenbar gut für Kursgewinne.

Abbildung 1: Profis im Wechselbad der Gefühle. Betrachtet man die beiden letzten Extremzustände der Angst (grüne Kästen), so war das ein guter Kaufzeitpunkt. Entgegen der Expertenmeinung.

Abbildung 2: Auch die Profis an der Wall Street lassen sich von den Gefühlen täuschen. Die Börse steigt ohne Partystimmung.

Wann ist die heimliche Party zu Ende?

Die Stimmung unter den Marktteilnehmern ist nur ein Puzzleteil bei der Kursprognose. Ginge es ausschließlich danach, steht der Partyhöhepunkt uns erst bevor. Genießen Sie den Trend, solange er läuft. Falls Sie unterinvestiert sind, nutzen Sie die nächste Korrektur für erstklassige Qualitätsaktien.

Heiko Aschoff ist selbständiger Trader und Geschäftsführer der Investment Ideen GmbH. Als Banker und Pensionsfondsmanager war er mitverantwortlich für über sieben Milliarden Euro Anlagevolumen. Im Börsendienst www.investment-ideen.de stellt er seine persönlichen Anlageempfehlungen vor.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich erholt -- Dow schließt im Plus -- Bundesregierung dementiert angeblichen Rettungsplan für die Deutsche Bank -- Wer hat was von der Air-Berlin-Zerschlagung? -- VW, Nike im Fokus

Private Krankenkassen erhöhen Beiträge wohl in zweistelliger Höhe. Seehofer kündigt "größte Steuersenkung aller Zeiten" an. Linde-Aktie auf Höhenflug: Praxair-Zusammenschluss doch nicht vom Tisch? Wells Fargo kappt Chef-Boni in Höhe von 41 Millionen Dollar. Bayer arbeitet am Verkauf eigener Sparten.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?