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Hongkong 08.08.2011 (www.emfis.de) Von der von den Marktteilnehmern erhofften Entspannung war an Asiens Aktienmärkten heute nichts zu sehen.
Im Gegenteil: Die allgemeine Verkaufspanik der vergangenen Woche schien sich noch zu verstärken, nachdem Standard & Poor´s am Wochenende in einem historischen Schritt die amerikanische Kreditwürdigkeit herabgestuft hatten. Vor diesem Hintergrund machten auch die vielfältigen Beteuerungen in den USA und in Europa, wonach die Politik auf sämtliche Herausforderungen adäquat regieren könne, keinen großen Eindruck auf die Investoren.
Börse Hongkong weiter unter Druck In Hongkong etwa rutschte der Hang Seng Index zwischenzeitlich nochmals um mehr als 4 Prozent ab. Erst in den letzten Handelsstunden ergab sich eine moderate Aufwärtsbewegung, nachdem die europäischen Börsen vorübergehend den Anschein einer Erholung geweckt hatten. Der Hongkonger Leitzindex verlor schlussendlich 2,2 Prozent auf 20.450 Zähler. Unter Beschuss standen weiterhin unter anderem die Werte aus dem zyklischen Rohstoffbereich.
PetroChina knickten um 3,1 Prozent und
CNOOC um 4,0 Prozent ein,
China Coal Energy gingen um 3,9 Prozent nach unten. Im Finanzsektor verbilligten sich
Bank of China um 3,6 Prozent und
China Construction Bank um 3,3 Prozent. Das Papier des Textilkonzerns
Esprit Holdings allerdings erholte sich nach den heftigen Abschlägen der Vorwoche überraschend um 1,0 Prozent. Daneben stieg die
Aktie des Versicherers AIA, der vergangene Woche überzeugende Zahlen vorgelegt hatte, gegen den Trend um 1,9 Prozent.
Japan schwach – Bridgestone legen zu
In Japan verlor der
Nikkei 225 heute 2,2 Prozent auf 9098 Zähler – und kam damit im asienweiten Vergleich sogar noch halbwegs gut davon. Gemieden wurden auch hier die Finanz- und Rohstoffaktien.
Nomura etwa fielen um 2,6 Prozent, Marubeni knickten um 4,2 Prozent und Mitsui um 2,7 Prozent ein. Im stark von der Nachfrage im Westen abhängigen Elektroniksektor gaben
Sony 3,8 Prozent und
Toshiba 4,4 Prozent ab. Die Aktie des Reifenherstellers Bridgestone stieg allerdings vor Veröffentlichung des Zahlenwerks um 1,3 Prozent.
China und Taiwan im freien Fall In China schrammte der Shanghai Composite Index um 3,8 Prozent nach unten auf 2527 Punkte. Taiwans TAIEX fiel um 3,8 Prozent auf 7553 Stellen, Koreas Kospi gab 3,8 Prozent auf 1869 Zähler ab.
In Indien verlor der Sensex 1,8 Prozent auf 16.990 Punkte. Thailands SET ging um 1,4 Prozent nach unten auf 1078 Zähler.