18.12.2012 05:24
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Hessens Umweltministerin Puttrich: EEG-Aus würde nichts bringen

    BERLIN (dpa-AFX) - In der Debatte um stark steigende Stromkosten hat Hessens CDU-Umweltministerin Lucia Puttrich vor einem Feldzug gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewarnt. In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstag) widersprach sie der Auffassung, dass eine sofortige Abschaffung des EEG die Energiekosten merklich senken würde. Die Belastung der Verbraucher durch den Strompreis sei in den vergangenen drei Jahren um 1,5 Prozent gestiegen, die Belastung durch alle Energiekosten aber wegen des Anstiegs der Heizkosten um 60 Prozent. Hier läge das Hauptproblem.

 

    Puttrich, die auch Koordinatorin der unionsgeführten Bundesländer ist, kritisierte aber, dass die festgeschriebenen Vergütungen des EEG noch viele Jahre zu tragen seien. Die rot-grüne Bundesregierung habe bei der Einführung des Gesetzes vor zwölf Jahren nicht bedacht, was jahrzehntelange Vergütungsgarantien ohne Rücksicht auf technologische Entwicklungen bewirkten.

 

    Ob eine EEG-Reform noch vor der Bundestagswahl 2013 gelingen wird, ist fraglich. Besitzer von Solar- oder Windparks erhalten bisher auf 20 Jahre garantiert für jede Kilowattstunde Strom feste Vergütungen. Die Differenz zum tatsächlich für den Ökostrom erzielten Marktpreis zahlen die Verbraucher per EEG-Umlage über den Strompreis. 2012 wird ein Durchschnittshaushalt bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden 185 Euro EEG-Umlage zahlen./ir/DP/zb

 

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