DAX schließt nach EZB-Sitzung gut 2 Prozent tiefer -- Dow Jones und Nasdaq markant im Minus -- GM verliert mit Opel weiter Millionen -- adidas, Beiersdorf, Lufthansa im Fokus
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Der DAX stürzte während der Pressekonferenz der EZB weit ins Minus und musste mit einem kräftigen Verlust von 2,20 Prozent bei 6.606 Punkten (Late-DAX-Schluss: 6.586,61 Punkte) aus dem Handel gehen. Der TecDAX zeigte sich den gesamten Tag über schwach und verlor bis Handelsschluss 1,3 Prozent auf 773 Zähler. Die Anleger haben darauf gehofft, dass die EZB mit Anleihekäufen die Eurozone stützen und so die Eurokrise eindämmen würden. Diese Hoffnungen wurden heute jedoch enttäuscht EZB-Chef Draghi ließ verlauten, dass eine Hilfe durch den EFSF eine Vorbedingung für Hilfe durch die EZB wäre und gab somit die Verantwortung an die EU-Regierungen weiter.
Der Euro Stoxx 50 stürtzte nach Beginn der EZB-Pressekonferenz tief ins Minus und schloss mit einem drastischen Verlust von 2,8 Prozent bei 2.269 Punkten. EZB-Chef Draghi hat noch einmal auf die schwierige Lage der Eurozone hingewiesen, sieht aber die Regierungen vor der EZB in der Pflicht. Grundsätzlich signalisierte er eine Bereitschaft zu Anleihenkäufen, ein sofortiges Eingreifen am Anleihemarkt schloss Draghi jedoch aus.
Der Dow Jones ging mit einem klaren Minus in den Handel und schloss 0,71 Prozent tiefer bei 12.878,88 Zählern. Der Nasdaq Composite verlor 0,36 Prozent auf 2.909,77 Punkte ab. Die EZB hat bei ihrer Sitzung am Donnerstag die Anleger enttäuscht. EZB-Chef Draghi sieht die Regierungen vor der EZB in der Pflicht. Auch Fed-Chef Ben Bernanke hatte bereits am Mittwoch den Anleger-Fantasien auf Konjunkturprogramme eine Absage erteilt.
Die asiatischen Börsen bewegten sich am Donnerstag in gegensätliche Richtungen. Auf der einen Seite hat die US-Notenbank die Anleger enttäuscht und will vorerst keine weiteren Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft durchführen. Dafür mehrten sich die Anzeichen, dass die EZB in der Euroschuldenkrise aktiv werden könnte. Der japanische Leitindex Nikkei legte um 0,13 Prozent auf 8.653 Punkte zu. Der Hang Seng verlor dagegen 0,66 Prozent und sank auf 19.690 Punkte.
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Bildquellen: Keystone, iStock/fatido, iStock/fatido


