Seit diesem Mittwoch wird die
Aktie wieder an der New York Stock Exchange gehandelt. Die Papiere des
McDonald's-Erzrivalen legten in den ersten Minuten um satte sieben Prozent zu.
Burger King war erst im Oktober 2010 für vier Milliarden US-Dollar vom Finanzinvestor 3G Capital geschluckt und anschließend von der Börse genommen worden. Die Rückkehr aufs Parkett passierte auf Umwegen. Burger King war mit der in London börsennotierten Investmentfirma Justice zusammengegangen. Anschließend wechselte das Duo unter dem Namen Burger King Worldwide an den Börsenplatz New York.
Auf diesem ungewöhnlichen Wege haben sich alle Beteiligten den teuren und langwierigen Prozess eines klassischen Börsengangs gespart. Auch blieben Enttäuschungen wie beim sozialen Netzwerk
Facebook aus, dessen Aktie abgestürzt war und im frühen New Yorker Handel weiterhin 17 Prozent unter dem Ausgabekurs notierte.
Dass die Burger-King-Aktie steigen würde, war allerdings nicht unbedingt abzusehen. Der wesentlich größere Rivale McDonald's hat die Kette in den vergangenen Jahren klar abgehängt. McDonald's wuchs unter anderem dank gesünderer Speisen und eines Umbaus der Restaurants mit Kaffeetheken viel schneller. Überdies sitzt die US-Kette
Wendy's Burger King im Nacken. Burger King steuert mit einer Erneuerung des Menüplans dagegen und kopiert dabei das Erfolgsrezept von McDonald's: Kaffee und Salate sollen neue Kunden jenseits der Whopper-hungrigen Jugend anlocken. Ob sich das Konzept rechnet, werden die nächsten Geschäftszahlen zeigen. Unter der Ägide des Finanzinvestors 3G Capital musste Burger King keine Bilanzen veröffentlichen. Für den bisherigen Alleineigentümer hat sich die Rückkehr von Burger King aufs Parkett auf jeden Fall gerechnet: 3G Capital hielt nach letzten Angaben immer noch 71 Prozent der
Aktien und kassierte 1,4 Milliarden
Dollar (1,1 Mrd Euro) für die restlichen Anteile von seinem Partner Justice. Zu den Gründern der britischen Investmentfirma zählt Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen.
Burger King hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Bis 2006 war das Unternehmen schon einmal in den Händen von Finanzinvestoren, ging dann an die Börse zurück, wo es 2010 wieder verschwand, nur um 2012 erneut an der Wall Street aufzutauchen. Das Börsenkürzel lautet "BKW" für Burger King Worldwide./das/DP/jha
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