22.02.2013 07:58
Bewerten
 (0)

Blackberry-Chef: Unsere Smartphones können Computer ersetzen

Hoch gepokert
Der kriselnde Smartphone-Spezialist Blackberry will seine neuen Geräte verstärkt als mobile Computer vermarkten und so die Wende schaffen.
Konzernchef Thorsten Heins sagte am Donnerstag in Köln, er selbst habe im Büro bereits auf sein Notebook verzichtet und stattdessen nur noch das neue Blackberry-Smartphone Z10 und das Tablet Playbook benutzt. "Es war sehr befreiend."

Das neue Betriebssystem Blackberry 10 und die kommenden Geräte gelten für viele Marktexperten als die letzte Chance des Unternehmens. Blackberry gehörte einst zu den Wegbereitern im Smartphone-Markt, verlor aber den Anschluss an die Google-Software Android und Apples iPhones. Ende 2012 lag der Anteil am Smartphone-Markt nach Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner bei nur noch 3,5 Prozent nach 8,8 Prozent ein Jahr zuvor - und das bei einem insgesamt boomenden Markt. Die weltweite Zahl der Blackberry-Nutzer stagniert bei rund 80 Millionen.

Der aus Deutschland stammende Heins ging auf die Zweifel ein. "Als ich Chef wurde, hat man mir vorhergesagt, dass wir gar nicht erst soweit kommen würden, das neue System vorzustellen." Jetzt sei Blackberry aber ein schuldenfreies Unternehmen mit Reserven von drei Milliarden Dollar. "Das ist mehr als genug, um unsere Vision des mobilen Computing zu verwirklichen und die Märkte zurückzuerobern." Heins musste nach hohen Verlusten mit einem harten Sparkurs durchgreifen und rund 5000 Stellen streichen.

Von den neuen Blackberry-Geräten soll in Deutschland kommende Woche das Touchscreen-Modell Z10 zunächst bei Vodafone auf den Markt kommen und im März bei weiteren Netzbetreibern. Das zweite neue Modell - das Q10 mit der gewohnten Blackberry-Tastatur - folgt später. Man habe sich für diese Reihenfolge unter anderem entschieden, weil Blackberry bei Touchscreen-Smartphones lange schwach aufgestellt gewesen sei, sagte Heins.

Blackberry 10 basiert auf der vom Unternehmen gekauften Industrie-Software QNX, die zuvor unter anderem in der Autoelektronik zum Einsatz kam. Hier will Heins ansetzen. Blackberry 10 könne in vernetzten Autos oder Zügen sowie zum Beispiel in der Gesundheitsvorsorge eingesetzt werden, sagte er. Die Software solle in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden. "Wir wollen das beste Werkzeug sein, das die Menschen benutzen, um erfolgreich zu sein."

Blackberry muss vor allem die Geschäftskunden überzeugen, die bisherige Stammkundschaft. Die neue Software ermöglicht eine strikte Trennung zwischen Beruflichem und Privatem. So kann ein Firmen-Administrator die geschäftlichen Daten eines Mitarbeiters kontrollieren, ohne dessen private Fotos oder E-Mails anzurühren. Diese Funktion heißt Blackberry Balance. Beim Blackberry Hub wiederum laufen alle Nachrichten zusammen - egal ob E-Mail, Twitter, Facebook oder Mitteilungen aus anderen Sozialen Netzwerken. Eine intelligente Autovervollständigung soll das Tippen erleichtern.

Um die Marke bei Verbrauchern wieder bekannter zu machen, engagierte Blackberry Sängerin Alicia Keys als Botschafterin. In Köln trat Ex-Tennisstar Boris Becker in Aktion. Allerdings scheiterte eine Video-Schaltung von Smartphone zu Smartphone mit ihm an Netzwerk-Problemen.

KÖLN (dpa-AFX) - /so/DP/rum

Bildquellen: RIM.com, sgm / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Facebook Inc.

  • Relevant5
  • Alle6
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Sinnvolle Akquisition?
Am Markt kursieren einmal mehr Spekulationen, dass der Social Media-Riese Facebook ein Auge auf den Kurznachrichtendienst Twitter geworfen hat.
07:17 Uhr
Fans of Facebook and Netflix, but Wary of Apple (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
02.07.15

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Facebook Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
26.06.2015Facebook BuyMizuho
17.06.2015Facebook BuyBrean Capital
23.04.2015Facebook BuyDeutsche Bank AG
23.04.2015Facebook BuyStifel, Nicolaus & Co., Inc.
23.04.2015Facebook BuyAxiom Capital
26.06.2015Facebook BuyMizuho
17.06.2015Facebook BuyBrean Capital
23.04.2015Facebook BuyDeutsche Bank AG
23.04.2015Facebook BuyStifel, Nicolaus & Co., Inc.
23.04.2015Facebook BuyAxiom Capital
24.04.2014Facebook market-performBernstein Research
30.01.2014Facebook haltenBernstein
26.10.2012Facebook holdDeutsche Bank Securities
25.10.2012Facebook neutralMacquarie Research
18.10.2012Facebook neutralMacquarie Research
05.06.2012Facebook underperformSanford C. Bernstein and Co., Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Facebook Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Facebook Inc. Analysen

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- Wall Street feiertagsbedingt geschlossen -- Wie Börsen auf Griechenland-Referendum reagieren könnten -- EFSF erklärt Zahlungsausfall Griechenlands -- Facebook im Fokus

Tsipras fordert Schuldenschnitt und 20 Jahre mehr Zeit. Im Übernahmepoker um K+S verhärten sich die Fronten. Tsipras: Ein Nein beim Referendum wäre kein Ende der Verhandlungen. Varoufakis: Einigung mit Gläubigern kommt in jedem Fall zustande. Schnelles aber knappes Ergebnis bei griechischer Volksabstimmung erwartet.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welcher Fußballtrainer verdient am meisten?

Diese Aktien stehen bei Hedgefonds ganz oben

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Acht überraschende Fakten über den Chef des Tech-Riesen

Deutschland liegt ganz weit vorne

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Welche Aktien könnten bis 2018 hin steigen?

Bestnoten für diese Chefs

mehr Top Rankings

Umfrage

Wie wird sich nach Ihrer Einschätzung der DAX bis zum Jahresende entwickeln?