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26.02.2013 09:52

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DIVIDENDE ERHÖHT

BASF peilt Spitzenwerte an

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Der weltgrößte Chemiekonzern BASF bleibt trotz konjunktureller Unsicherheiten weiterhin zuversichtlich. Die jüngsten Rekordwerte bei Umsatz und operativen Ergebnis will die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr erneut übertreffen.

Der Aktienmarkt ließ sich vom versprühten Optimismus und der wenig überraschenden Dividendenerhöhung nicht anstecken: Die Aktie notierte zum Handelsstart mit einem Minus von mehr als drei Prozent.

Ein Händler sprach von einem "enttäuschendem EBIT". Auch Analyst Laurent Favre von der US-Investmentbank Merrill Lynch wertete das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) als überraschend schlecht, es sei ein höherer Anstieg erwartet worden. Insgesamt seien die Zahlen des Konzerns für 2012 gemischt ausgefallen, da Umsatz und Gewinn unter dem Strich die Erwartungen etwas übertroffen hätten. Der Ausblick und der Dividendenvorschlag böten allerdings keine Überraschung, hieß es. Im schwachen Gesamtmarkt nach der Wahl in Italien haben die BASF-Aktien mit ihren Zahlen keine Käufer locken können, gab ein Händler als weitere Erklärung an.

Unternehmenschef Kurt Bock setzt auf ein weiteres Rekordjahr. Dazu beitragen sollen eine stärkere Nachfrage, verbesserte Prozesse sowie Kosteneinsparungen, sagte er am Dienstag in Ludwigshafen. Zugleich warnte er aber auch vor Risiken wie etwa der Staatsschuldenkrise in Europa und den USA. Positive Impulse erwartet Bock hingegen für die Chemieindustrie vor allem aus den Schwellenländern.

SCHLUSSQUARTAL MIT WENIGER GEWINN

Im Schlussquartal verdiente BASF wegen höherer Steuern weniger als noch vor einem Jahr. Zudem hatte BASF im Jahr 2011 von einer Sonderzahlung für die Ausgliederung des Styrolgeschäfts in ein Gemeinschaftsunternehmen profitiert. Der Gewinn sank um 13,4 Prozent auf 980 Millionen Euro. BASF führte den Ergebnisrückgang vor allem auf eine höhere Steuerquote infolge der nicht anrechenbaren Ertragssteuer auf die Ölförderung zurück. Im Vorjahr war diese aufgrund der geringeren Fördermenge deutlich niedriger ausgefallen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereffekten betrug im Zeitraum Oktober bis Dezember 1,789 Milliarden Euro, ein Plus von 18,2 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 8,7 Prozent auf 19,648 Milliarden Euro. Während BASF kräftige Zuwächse bei der Öl- und Gastochter Wintershall sowie in der Sparte für Spezialchemie (Functional Solutions) erzielte, musste das Unternehmen Gewinnrückgänge im Geschäft mit Chemikalien und in der Agrochemie-Sparte hinnehmen.

NEUE REKORDE IM VISIER

Für das Jahr 2013 peilen die Ludwigshafener ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereinflüssen sowie einen Umsatz über dem Vorjahr an. Dabei werden Übernahmen und Verkäufe nicht berücksichtigt. Wachsen will BASF in allen Segmenten. Und sollte sich die Konjunktur weiter erholen, dann rechnet BASF auch für das kommende Jahr mit weiteren Zuwächsen bei Umsatz und operativen Gewinn.

Zukünftig will BASF kräftig in sein Chemiegeschäft investieren. Zwischen 2011 und 2020 sollen 30 bis 35 Milliarden Euro in neue Anlagen wie etwa einer Schaumstoff-Anlage in Ludwigshafen gehen. Alleine 2013 planen die Ludwigshafener bis zu 4,5 Milliarden Euro an Investitionen.

SPITZENJAHR 2012

Das Geschäftsjahr 2012 schloss BASF mit neuen Bestmarken bei Umsatz und operativen Ergebnis ab. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereffekten erhöhte sich um fünf Prozent auf knapp 8,9 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis sank hingegen wegen einer höheren Steuer um mehr als ein Fünftel auf 4,9 Milliarden Euro. Zudem waren 2011 Einnahmen aus dem Verkauf der Anteile am Düngemittel- und Salzhersteller K+S enthalten. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 78,7 Milliarden Euro.

Auch die Aktionäre sollen profitieren: Die Dividende soll auf 2,60 Euro je Aktie steigen. Im Vorjahr hatte BASF die Dividende auf 2,50 Euro je Anteilsschein erhöht. Konkurrenten wie Dow Chemical und DuPont aus den USA sowie die niederländische Akzo Nobel legten erst jüngst ihre Zahlen vor. Dow Chemical und Akzo Nobel hatten vor allem die Euro-Schuldenkrise zu spüren bekommen und im Schlussquartal rote Zahlen geschrieben. DuPont hatte vor allem wegen einer deutlich geringeren Nachfrage nach Veredlungschemikalien einen Gewinneinbruch erlitten.

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX)

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