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12.12.2008 07:45

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Hoffnung auf Rettung der Autobauer hilft Wall Street -- DAX & Co. schließen schwach -- Braucht Schaeffler Milliarden?-- EU: Konjunkturpaket steht -- Wall Street: Milliardenbetrug?


Nach dem Scheitern des Rettungspakets für die US-Autobauer haben die deutschen Börsen schwach geschlossen. Leichte Hoffnung lieferte die US-Regierung, die nun doch die Anzapfung des Bankenrettungspaketes erwägt. Das verhalf zumindest den US-Börsen zu einem freundlichen Wochenausklang.


Heute anstehende Termine:
- USA: Erzeugerpreisindex November
- USA: Einzelhandelsumsatz November
- USA: Verbraucherstimmung Uni Michigan Dezember
- USA: Lagerbestände Oktober
- WaveLight: Quartalszahlen


Roter Wochenausklang an deutschen Parketts
Nachdem der 15-Milliarden-Dollar schwere Notkredit für die US-Autobauer am US-Senat gescheitert ist, zeigten sich auch die deutschen Anleger im Freitagshandel massiv verunsichert und schickten die Börsen auf Talfahrt. Autobauer und Automobilzulieferer gerieten massiv unter Druck. Auch die Tatsache, dass die EU am Nachmittag ein 200-Milliarden-Konjunkturpaket beschlossen hat, konnte die Stimmung an den Parketts nicht heben. Positive Impulse kamen hingegen überraschend aus den USA: Die Regierung erwägt nun offenbar doch, das Bankenrettungspaket anzuzapfen, um die "Detroit Three" vor einem Zusammenbruch zu bewahren. Das brachte ein wenig Erleichterung unter die Anleger, die Indizes konnten ihre Verluste zum Handelsende reduzieren.

Der DAX startete mit einem Abschlag von mehr als vier Prozent in den Handel und rutschte damit deutlich unter die 4.600-er Marke. Am Nachmittag konnte der Leitindex nach neuer Hoffnung aus den USA seine Tagestiefs hinter sich lassen und ging mit einem Abschlag von 2,2 Prozent bei 4.663 Punkten und damit über der psychologisch wichtigen Marke ins Wochenende.

Der TecDAX gab im Handelsverlauf ebenfalls deutlich nach, verabschiedete sich aber von seinen Tagestiefstständen und ging mit einem Minus von 1,6 Prozent bei 455 Zählern aus dem Handel.

Sonntag, 14.12.08, 11:57 Uhr: BMW greift Händlern unter die Arme
Der Autobauer BMW will seine Händler mit einem eigenen Förderprogramm stützen. Dabei ist die Rede von einem Volumen in mindestens dreistelliger Millionenhöhe, so ein Konzernsprecher gegenüber der "WirtschaftsWoche". Das Programm beinhalte finanzielle Hilfen für die Ausrüstung der Werkstätten und leistungsabhängige Boni. Damit sollen die Auswirkungen des Nachfrageeinbruchs und der Konjunkturflaute bei den Händlern abemildert werden.

Samstag, 13. 12.08, 17:16 Uhr: Fusion von Peugeot und Fiat?
Die Autobauer Peugeot und Fiat könnten Presseangaben zufolge vor einem Zusammenschluss stehen. Wie die Zeitung "Milano Finanza" unter Berufung auf dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi nahestehende Kreise berichtet, loten Frankreich und Italien im Zusammenhang mit der Branchenkrise der Automobilindustrie eine Fusion aus und prüfen derzeit mögliche Aktionen. Daraus würde der weltweit viertgrößte Autokonzern hervorgehen.

Samstag, 13.12.08, 15:58 Uhr: Milliardenverluste für HSH Nordbank?
Die HSH Nordbank könnte im aktuellen Geschäftsjahr tiefrote Zahlen schreiben. Angaben des Magazins "Focus" zufolge, das sich auf interne Berechnungen beruft, steht bei dem Institut 2008 ein Verlust von mindestens einer Milliarde Euro an. Grund seien massive Abschreibungen im Kreditersatzgeschäft, so das Blatt weiter. Bereits in den ersten drei Quartalen hatte sich das Minus unter dem Strich auf 360 Millionen Euro belaufen, worauf die Bank mit einem massiven Stellenabbauprogramm reagiert hatte.

Samstag, 13.12.08, 12:00 Uhr: Tiefrote Zahlen bei Toyota?
Der japanische Autobauer Toyota bekommt die Branchenkrise massiv zu spüren und wird Medienangaben zufolge in seinem ersten Geschäftshalbjahr einen Verlust von 750 Millionen Euro verbuchen. Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge sei eine Korrektur des Gewinnziels die Folge. Als Grund wurde neben der anhaltend schwachen Nachfrage auch die erneute Stärke des Yen gennant.

Samstag, 13.12.08, 05:36 Uhr: Weihnachtsgeschäft: Einzelhandel zufrieden
Das Weihnachtsgeschäft im deutschen Einzelhande läuft offenbar gut: Die Rezession hat die Konsumenten noch nicht erreicht", so der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Josef Sanktjohanser, Sanktjohanser gegenüber der "Rheinpfalz am Sonntag". Dennoch zeigte er sich für 2009 weniger optimistisch: Der Handel brauche dann dringend eine Steuersenkung, um den Konsum zu stützen. Er schlug in diesem Zusammenhang die Abschaffung des Solidaritätszuschlages vor, was die Privathaushalte und Unternehmen um insgesamt 13 Milliarden Euro entlasten würde.

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