DAX8.197-0,4%  Dow15.299-0,1%  Euro1,3366-0,2% 
ESt502.684-0,6%  Nas3.474-0,2%  Öl106,20,2% 
TDax958,4-0,1%  Nikkei13.2451,8%  Gold1.368-0,0% 

20.07.2012 07:25

Senden
HOFFNUNGEN AUF WINDOWS 8

Microsoft erstmals mit Verlust - Markt hat Schlimmeres erwartet

Microsoft zu myNews hinzufügen Was ist das?



Microsoft hat Gewinnerwartungen übertroffen
Microsoft hat erstmals in der Konzerngeschichte rote Zahlen geschrieben. Der Qurtalsverlust war am Markt aber bereits erwartet worden.

Das Internet-Geschäft hat Microsoft seinen ersten Quartalsverlust beschert. Im vierten Geschäftsquartal gab es ein Minus von 492 Millionen US-Dollar. Auslöser war eine bereits Anfang Juli angekündigte Abschreibung über 6,2 Milliarden Dollar auf die vor fünf Jahren gekaufte Online-Werbefirma Aquantive. Im Vorjahresquartal hatte es noch einen Gewinn von 5,87 Milliarden Dollar gegeben.

Bereinigt um diese Abschreibung und andere Sonderereignisse stieg der Gewinn hingegen im vierten Quartal um 12 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 6,93 Milliarden Dollar. Je Aktie blieben 73 Cent hängen. Analysten hatten hier nur mit 62 Cent gerechnet. Im nachbörslichen Handel kletterten Microsoft-Titel um zweieinhalb Prozent.

QUARTALSUMSATZ AUF REKORDHOCH

Das Online-Geschäft ist eine Dauerbaustelle, in der Microsoft über die Jahre viele Milliarden versenkt hat. In dem nun abgeschlossenen Geschäftsjahr addierte sich das operative Minus des Bereichs mit der Abschreibung auf 8,12 Milliarden Dollar. Schon im Jahr davor hatte der Software-Gigant im Internet 2,66 Milliarden Dollar verloren.

Der Umsatz legte in dem Ende Juni beendeten Geschäftsquartal um 3,9 Prozent auf 18,06 Milliarden Dollar (14,7 Mrd Euro) zu. Es war ein Rekordwert, wie Konzernchef Steve Ballmer nach US-Börsenschluss am Donnerstag betonte. Im gesamten Jahr stieg der Umsatz um 5,4 Prozent auf den Bestwert von 73,7 Milliarden Dollar. Der Jahresgewinn fiel um gut ein Viertel auf 16,98 Milliarden Dollar.

OFFICE-BÜROSOFTWARE VERLÄSSLICHSTE GELDQUELLE

Die verlässlichste Geldquelle von Microsoft blieb die Office-Bürosoftware. Die Business-Sparte steuerte im gesamten Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 15,7 Milliarden Dollar bei, mehr als die 11,46 Milliarden von Windows. Ende Oktober kommt das neue Windows 8 auf den Markt. Der Software-Gigant erhofft sich davon eine Belebung des PC-Marktes, der zuletzt von dem rasanten Wachstum bei Smartphones und Tablets in den Schatten gestellt wurde. Microsoft will mit Windows 8 auch bei Tablet-Computern Fuß fassen. Die Software ist auch auf die Bedienung per Touchscreen ausgelegt.

Um den Absatz der bisherigen Version Windows 7 in den kommenden Monaten zu stützen, versprach Microsoft den Käufern einen Rabatt beim Upgrade auf die Nachfolgesoftware. Dafür plante der Konzern schon mal 540 Millionen Dollar ein.

SPIELE- UND UNTERHALTUNGSBEREICH IM SCHLUSSQUARTAL MIT ROTEN ZAHLEN

Im Spiele- und Unterhaltungsbereich mit der Spielekonsole Xbox 360 gab es im Schlussquartal rote Zahlen von 263 Millionen Dollar, im gesamten Geschäftsjahr aber ein operatives Plus von 364 Millionen. Microsoft versucht gerade, die Xbox zu einem Herzstück der Wohnzimmer-Unterhaltung zu machen. Dafür wurde das Angebot von Filmen und Sendungen für die Plattform stark ausgeweitet.

Mit der Online-Abschreibung holte Microsoft ein Jahre zurückliegender Fehlkauf ein. Der Konzern hatte Aquantive 2007 für 6,3 Milliarden Dollar übernommen. Der Software-Primus wollte Google das Werbegeschäft im Netz nicht kampflos überlassen. Google hatte kurz zuvor den Spezialisten DoubleClick geschluckt. Doch während bei Google die Werbemilliarden flossen, tröpfelten die Einnahmen bei Microsoft nur.

REDMOND (dpa-AFX)

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

Nachrichten zu Microsoft Corp.

  • Relevant
    9
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Twitter
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  •  Reload 
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Interview Exklusiv
Max Otte: „Die Enteignung der Sparer ist eine Katastrophe“
Krisen-Prophet Max Otte kritisiert im Interview in scharfer Form die EZB-Politik. Auch den EU-Regierungen wirft er schwere Versäumnisse in der Finanzkrise vor. Der Star-Anleger nennt seine Aktien-Favoriten und beschreibt sein Muster-Portfolio. » mehr
08:03 Uhr
Huawei zeigt sich offen für Nokia-Übernahme (dpa-afx)
10.06.13
Nokia startet Verkauf des Lumia 925 (dpa-afx)
28.05.13
Updates zu BASF, VW, Bayer, Air Berlin und EADS (dpa-afx)
22.05.13
Neue Microsoft-Konsole Xbox One tritt als Entertainment-Maschine auf (dpa-afx)
21.05.13
Microsoft lüftet erste Geheimnisse seiner neuen Xbox (dpa-afx)
07.06.13
Facebook, Google, Apple & Co. bestreiten 'Hintertür' für US-Geheimdienst (dpa-afx)
23.05.13
Bill Gates ist wieder der reichste Mensch (dpa-afx)
18.06.13
Nokia: Microsoft-Übernahme für 5 Euro pro Aktie? (Der Aktionär)
Interview Exklusiv
Max Otte: „Die Enteignung der Sparer ist eine Katastrophe“
Krisen-Prophet Max Otte kritisiert im Interview in scharfer Form die EZB-Politik. Auch den EU-Regierungen wirft er schwere Versäumnisse in der Finanzkrise vor. Der Star-Anleger nennt seine Aktien-Favoriten und beschreibt sein Muster-Portfolio. » mehr
08:03 Uhr
Huawei zeigt sich offen für Nokia-Übernahme (dpa-afx)
10.06.13
Nokia startet Verkauf des Lumia 925 (dpa-afx)
28.05.13
Updates zu BASF, VW, Bayer, Air Berlin und EADS (dpa-afx)
22.05.13
Neue Microsoft-Konsole Xbox One tritt als Entertainment-Maschine auf (dpa-afx)
21.05.13
Microsoft lüftet erste Geheimnisse seiner neuen Xbox (dpa-afx)
07.06.13
Facebook, Google, Apple & Co. bestreiten 'Hintertür' für US-Geheimdienst (dpa-afx)
23.05.13
Bill Gates ist wieder der reichste Mensch (dpa-afx)
18.06.13
Nokia: Microsoft-Übernahme für 5 Euro pro Aktie? (Der Aktionär)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören
Twitter: Tweets mit dem Cashtag des Unternehmens

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
17.06.13Microsoft kaufenBernstein
28.05.13Microsoft kaufenBernstein
27.05.13Microsoft haltenIndependent Research GmbH
30.04.13Microsoft kaufenBernstein
30.04.13Microsoft kaufenMorgan Stanley
17.06.13Microsoft kaufenBernstein
28.05.13Microsoft kaufenBernstein
30.04.13Microsoft kaufenBernstein
30.04.13Microsoft kaufenMorgan Stanley
16.04.13Microsoft kaufenMorgan Stanley
27.05.13Microsoft haltenIndependent Research GmbH
04.04.13Microsoft haltenMerrill Lynch & Co., Inc.
13.02.13Microsoft haltenMorgan Stanley
25.01.13Microsoft haltenMorgan Stanley
22.01.13Microsoft haltenMorgan Stanley
24.05.11Microsoft sellJyske Bank Group
18.07.08Microsoft DowngradeIndependent Research GmbH
13.06.08Microsoft reduzierenIndependent Research GmbH
12.06.08Microsoft verkaufenWertpapier
19.05.08Microsoft reduzierenIndependent Research GmbH
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Microsoft Corp. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

Microsoft Corp.26,09
-0,36%
Microsoft Jahreschart

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Welche Rendite pro Jahr erwarten Sie von einem für Sie attraktivem Anlagezertifikat?
bis 2%
2% bis 4%
4% bis 6%
6% bis 8%
mehr als 8%
 Abstimmen