EMFIS.COM - Liebe Leser,
massive Bewegungen von
Aktien chinesischer Unternehmen waren gestern an der New Yorker
Börse und heute in Hongkong zu beobachten.
Hintergrund sind Äußerungen des Vize Chairman der chinesischen Regulierungsbehörde Tu Guangshao, die Arbitrage zwischen den in China gehandelten A – Shares und der H – Shares in Hongkong von dual gelisteten chinesischen Unternehmen auf ihre Zulässigkeit hin zu überprüfen.
Das brachte erheblich Phantasie ins Spiel und ließ gestern an der US Börse die ADRs von chinesischen Unternehmen, wie zum Beispiel China Mobile oder China Life Insurance, bis in zweistelligen Prozentsätzen nach oben schnellen.
Ähnliches setzt sich heute auch in Hongkong fort.
Die Preisspannen zwischen den A – Shares und den H – Shares des jeweils gleichen Unternehmens sind erheblich. Auch wenn von Tu nichts konkretes zu dieser Situation mitgeteilt wurde, so reichte schon allein der Gedanke das hier etwas geändert werden soll zu diesen Kursschüben.
Während der Hang Seng Index davon profitierte und bei seinem Börsenstart heute erstmals in seiner Geschichte die 30.000 Punkte erreichte, bricht dagegen die chinesische Börse um über 3 Prozent ein.
Der Hang Seng Index hat inzwischen seit Jahresbeginn um 48,34 Prozent hinzugewonnen. Dagegen ging es beim CSI 300 Index bereits um satte 177 Prozent nach oben. Der Index ist mit einem KGV von 55 bewertet, wogegen das KGV der H – Sahres mit 31 als billig anmutet.
Es bleibt wie gewohnt sehr spannend an den Börsen in China und Hongkong.
In diesem Sinne noch eine erfolgreiche Restwoche.
Ingo Lorenz