HAMBURG (dpa-AFX) - Hugo-Boss(
HUGO BOSS vz)-Chef Claus-Dietrich Lahrs sieht Nachholbedarf bei der Profitabilität des Modekonzerns. Hugo Boss habe "in der Tat Nachholbedarf in der Verbesserung der Gewinnmarge", sagte Lahrs dem am Donnerstag erscheinenden Wirtschaftsmagazin "Capital". Es sei aber unrealistisch, in Krisenzeiten Renditesprünge zu erwarten. Lahrs rechnet "erst 2011 wieder mit einem freundlicheren Marktumfeld, und zwar für das komplette Jahr".
Helfen soll bei der Verbesserung der Gewinnmarge die Luxus-Linie Boss Selection. Sie soll den Planungen zufolge in drei bis fünf Jahren mehr als fünf Prozent zum Umsatz beisteuern. Dazu will Lahrs deren Kreation und Vertrieb auf eine eigene Basis am Stammsitz in Metzingen stellen.
Der Konzern will sich zudem künftig beimim Verkauf seiner Marken auf eigene Läden konzentrieren. Vor allem in den Schwellenländern werde Boss "über eigene Läden deutlich zügiger wachsen als über die Belieferung von Handelspartnern", sagte Lahrs. Potenzial sieht der Manager vor allem in China, wo Hugo Boss mehr investieren will als ursprünglich geplant: "Zur Zeit haben wir 90 Geschäfte in der Region. Pro Jahr sollen 20 bis 30 neue Shops hinzukommen."/she/stw