DAX8.3980,3%  Dow15.3540,8%  Euro1,2841-0,4% 
ESt502.8180,4%  Nas3.4991,0%  Öl104,70,0% 
TDax967,5-0,3%  Nikkei15.1380,7%  Gold1.360-1,9% 

21.05.2012 12:18

Senden

Hypo Alpe Adria startet Verkauf ihres Südosteuropa-Geschäfts

Deutsche Bank zu myNews hinzufügen Was ist das?


    WIEN (dpa-AFX) - Die notverstaatlichte österreichische Bank Hypo Alpe Adria startet den Verkauf ihres Netzwerks in Südosteuropa. Veräußert werden sollen sechs Banken und drei Leasinggesellschaften in fünf Nationen Ex-Jugoslawiens samt der zugehörigen Steuerungseinheit in Österreich. Die Umstrukturierung der Institute in Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro "ist weitgehend abgeschlossen", erklärte Hypo-Vorstandschef Gottwald Kranebitter am Montag vor Journalisten. Erlöse wolle man "zumindest die bestehenden Buchwerte von 1,5 Milliarden Euro". Eine Shortlist mit Interessenten soll bis Ende 2012 stehen.

 

    Als Verkaufsberater wurde nach mehrmonatigen Verhandlungen die Deutsche Bank gewonnen. "Sie war eindeutig Bestbieter, Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit der Entscheidung befasst", erklärte der Vorstandschef. Nach dem Verkauf müsse das Netzwerk erhalten bleiben. Eine Steuerungsholding für die Region Ex-Jugoslawien in Österreich habe "sonst niemand anzubieten", rührte Kranebitter die Werbetrommel für den Verkauf. Einen Zeitpunkt für den Verkaufsabschluss wollte er aber nicht nennen: "Das wäre Prophetentum." Nun werde der Markt sondiert. "Ende 2012 wollen wir wissen, wie und mit wem wir weiterverhandeln. Dann kann ein Zeitplan fixiert werden." Dazu sei aber auch eine "Normalisierung im Euroraum" nötig.

 

    "Der geplante Verkauf ist lange angekündigt, keine Überraschung", sagte Kranebitter. "Aktuell liegen wir aber vor dem ursprünglichen Zeitplan - um zur Stelle zu sein, wenn der Markt ein Fenster öffnet." Die wirtschaftlichen Verhältnisse seien schließlich schwierig und alle regulativen Vorgaben zu erfüllen. Finden wolle man einen langfristigen Eigentümer "der vielleicht auch mit dem Namen Hypo weiter arbeitet und die gesamte 'Marktcoverage' umsetzen kann". Auch wolle man dem Eigentümer - der Republik Österreich - und der EU zeigen, dass man zu den Verkaufsplänen stehe "und dem österreichischen Steuerzahler wieder etwas von seinem Geld zurückgeben will".

 

    Potenzielle Interessenten wollte Kranebitter nicht nennen. Nur so viel: "Typische Verdächtige finden sich im russischen, türkischen und südostasiatischen Raum - aber auch in Europa." Als Käufer vorstellbar seien neben Banken auch "Nicht-Banken-Finanzinvestoren".

 

    Während des nun startenden Verkaufsprozesses werde die Hypo in Südosteuropa (SEE) "Business as Usual" betreiben "und auch die eine oder andere Filiale" in den betreffenden Ländern neu eröffnen, kündigte Kranebitter an. Schwierigkeiten ergäben sich zwar "aus dem Marktumfeld und durch neue Bankregulative - dafür haben wir aber auch etwas anzubieten". Ex-Jugoslawien sei zudem "underbanked" und habe über Jahre ein um ein bis zwei Prozent höheres Wachstumspotenzial als der EU-Raum. "Die Rezession 2012 entmutigt nicht", so Kranebitter. "Die Herausforderung wird nur etwas größer."

 

    Die EU-Kommission stehe dem Verkauf positiv gegenüber, "weil sie das gerade in einer Situation mit Staatsbeihilfen verlangt", sagte Kranebitter. "Wir machen etwas früher, was die Kommission von uns verlangen wird."

 

    Bezüglich der Verkaufspläne der Hypo Italien beziehungsweise Hypo Österreich führe man in Italien bereits erste Gespräche mit potenziellen Investoren. Aber auch hier sei die Herausforderung eine "notwendige Marktberuhigung" und man wolle "nichts verschleudern". Die Österreich-Tochter werde in der zweiten Jahreshälfte 2012 "gespalten". "Da bleibt eine kleine, feine, profitable Regionalbank mit 400 Mitarbeitern", sagte Kranebitter. Der Rest wird in die Hypo Bank International übergeführt.

 

    2011 hat das SEE-Netzwerk der Hypo profitabel gearbeitet. Die Bilanzsumme betrug im vergangenen Jahr 12,5 Milliarden Euro. Kunden wurden insgesamt 1,1 Millionen gezählt. 4.600 Mitarbeiter waren in 255 Filialen tätig. Mit den "Treibern Kroatien und Serbien" wurden 20 Millionen Euro Profit erwirtschaftet. Ein Minus wurde in Slowenien und in einer der beiden bosnischen Banken - jener in Föderation der Bosnien und Herzegowina - erwirtschaftet. "Heuer wollen wir das Ergebnis gut übertreffen", so der Vorstandschef. Zahlen für das erste Quartal gab er aber nicht bekannt./APA/enl

 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
DAX schließt nach Allzeithoch im Plus -- US-Börsen weiter im Höhenflug -- Apple-Chef kritisiert US-Steuersystem -- BP will Regierung um Hilfe wegen Deepwater Horizon bitten -- Dell im Fokus
FMC startet Aktienrückkauf. EFSF zahlt Hilfstranche an Griechenland aus. US-Konsumklima steigt auf höchsten Stand seit sechs Jahren. Bayer, BASF und VW weisen Bericht über Steuertrickserei zurück. VW legt wieder stärker zu. EU-Autoabsatz legt zu. Bankenaufsicht verschiebt Stresstest. » mehr
14.05.13
Commerzbank verschleudert neue Aktien (Dow Jones)
30.04.13
Apple emittiert erste Anleihe seit 17 Jahren (finanzen.net)
05.05.13
Updates zu Siemens, VW, Infineon, Qiagen und Telekom (dpa-afx)
11.05.13
Die neue Macht im DAX (finanzen.net)
30.04.13
Kapitalerhöhung im Eiltempo - Börse bejubelt Deutsche Bank (dpa-afx)
04.05.13
Deutsche Bank: Stabile Türme (finanzen.net)
28.04.13
Updates zu Aixtron, BASF, Daimler, Deutsche Bank und Eon (dpa-afx)
03.05.13
Diese Aktien empfehlen Experten zum Kauf (finanzen.net)
DAX schließt nach Allzeithoch im Plus -- US-Börsen weiter im Höhenflug -- Apple-Chef kritisiert US-Steuersystem -- BP will Regierung um Hilfe wegen Deepwater Horizon bitten -- Dell im Fokus
FMC startet Aktienrückkauf. EFSF zahlt Hilfstranche an Griechenland aus. US-Konsumklima steigt auf höchsten Stand seit sechs Jahren. Bayer, BASF und VW weisen Bericht über Steuertrickserei zurück. VW legt wieder stärker zu. EU-Autoabsatz legt zu. Bankenaufsicht verschiebt Stresstest. » mehr
14.05.13
Commerzbank verschleudert neue Aktien (Dow Jones)
30.04.13
Apple emittiert erste Anleihe seit 17 Jahren (finanzen.net)
05.05.13
Updates zu Siemens, VW, Infineon, Qiagen und Telekom (dpa-afx)
11.05.13
Die neue Macht im DAX (finanzen.net)
30.04.13
Kapitalerhöhung im Eiltempo - Börse bejubelt Deutsche Bank (dpa-afx)
04.05.13
Deutsche Bank: Stabile Türme (finanzen.net)
28.04.13
Updates zu Aixtron, BASF, Daimler, Deutsche Bank und Eon (dpa-afx)
03.05.13
Diese Aktien empfehlen Experten zum Kauf (finanzen.net)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
16.05.13Deutsche Bank kaufenExane-BNP Paribas SA
06.05.13Deutsche Bank kaufenWarburg Research
03.05.13Deutsche Bank kaufenCommerzbank AG
02.05.13Deutsche Bank kaufenBarclays Capital
02.05.13Deutsche Bank haltenUBS AG
16.05.13Deutsche Bank kaufenExane-BNP Paribas SA
06.05.13Deutsche Bank kaufenWarburg Research
03.05.13Deutsche Bank kaufenCommerzbank AG
02.05.13Deutsche Bank kaufenBarclays Capital
30.04.13Deutsche Bank kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
02.05.13Deutsche Bank haltenUBS AG
30.04.13Deutsche Bank haltenMorgan Stanley
30.04.13Deutsche Bank haltenUBS AG
30.04.13Deutsche Bank haltenCredit Suisse Group
30.04.13Deutsche Bank haltenNomura
30.04.13Deutsche Bank verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.04.13Deutsche Bank verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
01.03.13Deutsche Bank verkaufenGoldman Sachs Group Inc.
19.02.13Deutsche Bank verkaufenCredit Suisse Group
04.02.13Deutsche Bank verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Wie lange halten Sie Ihre Zertifikate durchschnittlich in Ihrem Depot?
mehrere Jahre
mehrere Monate bis zu einem Jahr
wenige Wochen
ein paar Tage
ich handele intraday
 Abstimmen