24.06.2013 14:49
Bewerten
 (0)

Aktien tauchen weltweit ab

HVB Onemarkets

Dominik Auricht
Es hätte ein wunderbarer Sommer werden können. Nach knapp sechs Jahren schwang sich der DAX® im Mai auf ein neues Allzeithoch und versuchte mit dem großen Bruder in Amerika endlich wieder Schritt zu halten.
Die Feierstimmung hielt jedoch nicht lange. Genau genommen waren es nicht einmal drei Wochen, ehe der Index kippte. Nach wochenlangen Spekulationen erwies sich vergangene Woche der US-Notenbank-Chef Ben Bernanke nun endgültig als Partyverderber. Soll heißen: Kurzfristig hält die FED zwar am Anleihen-Kaufprogramm fest. Allerdings stimmte er die Marktteilnehmer darauf ein, dass das Programm noch in diesem Jahr langsam zurückgefahren und Mitte 2014 enden könnte. Prompt tauchten die Aktienmärkte rund um den Globus ab. Der DAX® beendete die Woche unter 7.800 Punkten. Der EURO STOXX® 50 (Preis-) Index unterschritt die Unterstützung bei 2.600 Punkten deutlich. Die Aktienindizes in Südeuropa, Lateinamerika und China gerieten gar noch deutlicher unter Druck.

Deutschland: DAX® und MDAX® auf der Suche nach Stabilisierung

Aus technischer Sicht präsentieren sich inzwischen fast alle Indizes angeschlagen. Beim DAX® verschärfte sich in der vergangenen Woche der Abwärtstrend. Es besteht jedoch durchaus die Chance, dass sich der Index in dieser Woche stabilisiert. Schließlich findet er im Bereich zwischen 7.680 und 7.790 Punkten eine starke Unterstützung. Ein Rebound bis 8.090 Punkte erscheint diese Woche möglich. Fällt der Index jedoch unter die Zone, droht erneut eine scharfe Korrektur. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim MDAX®. Der Bruch des seit November 2012 gebildeten Aufwärtstrends und der 50-Tage EMA-Durchschnittslinie stimmt zweifelsohne pessimistisch. Im Bereich zwischen 13.230 und 13.540 Punkten findet der Index allerdings eine starke Unterstützung. Vor diesem Hintergrund könnte sich diese Woche erneut ein Ringen zwischen Bullen und Bären entwickeln.

Europa: Griechenland stürzt. Ukraine mit Erholungstendenz

Der FTSE/ATHEX® 20 Index kam im Wochenverlauf stark unter Druck. Dabei wurde auch die 200 Tage-Durchschnittslinie unterschritten. Die nächste Unterstützung findet der Index nun bei 266,50 Punkten (aktuell: 279,46 Punkte). Zu den wenigen Gewinnern der vergangenen Woche zählte der Ukrainian Traded Index in EUR (UTXEUR®). Er konnte sich weiter von den jüngsten Tiefstständen distanzieren. Nun wird das Mai-Hoch von 269 Punkten anvisiert.

Schwellenländer: Südamerika und China brechen wichtige Unterstützungsmarken

Der FTSE® Latibex Top mit den größten Titeln aus Süd- und Mittelamerika hat in der vergangenen Woche bei 4.000 Punkten eine wichtige Unterstützung nach unten durchbrochen. Nun erscheint aus technischer Sicht eine Korrektur bis 2.600 Punkte möglich. Beim HANG SENG China Enterprises ist das technische Bild zwar noch nicht so dramatisch. Der Sturz unter 10.000 Punkte wiegt allerdings schwer. Nun blicken die Marktteilnehmer auf das Tief aus dem Jahr 2011 bei 8.000 Punkten. In diesem Bereich sollte sich der Index stabilisieren.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 21. Juni 2013, 17:30 Uhr Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Dominik Auricht befasst sich im Bereich Corporate & Investment Banking der UniCredit mit der strategischen Entwicklung von strukturierten Anlageprodukten unter der Marke HypoVereinsbank onemarkets: Zertifikate, Anleihen und Fonds. www.onemarkets.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH i.G. übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Heute im Fokus

DAX schließt tief im Minus -- Dow mit Verlusten -- German Pellets kaufte vor Insolvenz E.ON-Kraftwerk -- adidas steigert Gewinn -- Société Générale: Renditeziel in Gefahr -- Tesla, Twitter im Fokus

Euro-Finanzminister sehen Marktturbulenzen gelassen. Zahl der Fahrzeug-Rückrufe seit 2011 verdreifacht. Russland fordert Europa zu Ende der Sanktionen auf. Daimler-Vorstand wird wohl umgebaut. Industrieverband: Griechenland droht wieder die Zahlungsunfähigkeit. Ölpreise fallen deutlich - WTI nur knapp über 12-Jahrestief. Deutsche Post steigt stärker ins Reisegeschäft ein. Auch für die Fed gehören Negativzinsen in den Instrumenten-Kasten. Geschäft mit Luxus-Kosmetik treibt L'Oreal-Umsatz an.
Welche ist die wertvollste Marke im Bereich des Sports?
Wer verdient am meisten?
Diese 10 Produkte sind nur für den ganz großen Geldbeutel

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die öffentliche Verschwendung
Wen sieht die BrandZ-Studie vorn?
Diese Materialien könnten Sie sich nach Ihrem nächsten Lottogewinn gönnen
Wer waren die Aktienstars des deutschen Leitindex?
Wie entwickelten sich Rohstoffe im 3. Quartal?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Geldgeber Griechenlands sind mit den Reformbemühungen der Regierung in Athen laut einem Medienbericht noch nicht zufrieden. Ist für Sie das Thema Grexit abgehakt?