25.02.2013 13:46
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Australien steigt, Europa im Seitwärtstrend, Gold sinkt

Hypovereinsbank Onemarkets: Australien steigt, Europa im Seitwärtstrend, Gold sinkt | Nachricht | finanzen.net
HVB Onemarkets

Dominik Auricht

Zum Wochenschluss gab es für die meisten Aktienbarometer doch noch ein Happy End.

Dabei sah es zur Wochenmitte gar nicht danach aus. Die Unsicherheit um den Ausgang der Wahl in Italien und schlechte Konjunkturdaten aus Europa setzten vor allem den Standardwerteindizes zeitweise kräftig zu. Zum Wochenschluss schafften es somit die meisten im Wochenvergleich ins Plus. Zu den Top-Performern der Woche zählen neben dem ATX® five (Price-) Index erneut der Nikkei 225 (Price-) Index. Unter den Branchenbarometern zeigten sich in der vergangenen Woche vor allem der STOXX® Asia/Pacific 600 Travel & Leisure EUR (Return-) Index stark. Die jüngste Goldschwäche setzt die Goldminenaktien inzwischen zunehmend unter Druck

Standardwerte

Es war in der zurückliegenden Woche erneut ein hartes Ringen der Bullen mit den Bären. Am vergangenen Donnerstag sah es zeitweise danach aus, als würden die Bären die Oberhand gewinnen und den DAX® unter die Unterstützung bei 7.560 Punkten drücken und damit den seit Anfang Juni 2012 gebildeten Aufwärtstrend unterschreiten. Der Versuch misslang. Die Unterstützung hat (zunächst) gehalten. Die Bullen dürften allerdings frühestens dann feiern, wenn das Januarhoch von 7.764 Punkten überschritten ist. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei EURO STOXX® 50 Index. Als der Index am Donnerstag unter 2.600 Punkte sank, drohten die Dämme zu brechen und der Index weiter auf 2.500 oder gar 2.400 Punkte zu sinken. Mit der Trendwende am Freitag beruhigte sich die Situation wieder. Das Duell ist allerdings noch nicht entschieden. Fällt der Index erneut unter die Unterstützung, droht ein Kurssturz. Die Bullen werden frühestens bei Überschreiten der 2.700 Punkte-Marke das Ruder übernehmen. Wie in den Wochen zuvor, präsentierten sich die Indizes für Nebenwerte wie der MDAX®, SDAX® und TecDAX® erneut besser als der DAX®. Relativ stark zeigte sich in der vergangenen Woche auch der ATX® five (Price-) Index. Inzwischen konnte der seit Mitte Januar 2013 gebildete Abwärtstrend gestoppt werden. Erste Indizien für eine Trendwende sind ebenfalls bereits sichtbar. Im Bereich zwischen 1.452 und 1.481 Punkten zeigt sich allerdings eine hartnäckige Widerstandszone.

Asiens Touristikunternehmen heben ab

In Landeswährung zeigten sich die asiatischen Indizes im Wochenvergleich teilweise deutlich im Minus. Zu den Ausnahmen zählten der thailändische SET 50 Index und der japanische Nikkei 225 (Price-) Index. Euroanleger profitierten allerdings von einem schwächeren Euro, so dass im Wochenvergleich Indizes wie der DBIX Deutsche Börse India Index® (Net-TR) EUR und der STOXX® Singapore 20 (Net Return) Index (EUR) auf Euro-Basis im Plus landeten. Dies verhalf auch den in Euro berechneten Branchenindizes wie der STOXX® Asia/Pacific 600 Travel & Leisure EUR (Return-) Index zu einem deutlichen Wochenplus. Der Index hat Mitte Februar 2013 die Widerstandsmarke bei 170 Punkten überwunden und steigt seither von einem Allzeithoch zum Nächsten.

Gold(-minen) schwach

Der Goldpreis kam in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck. Sollte die Unterstützung bei 1.524 Dollar pro Feinunze unterschritten werden, drohen die Dämme zu brechen und der Goldpreis aus technischer Sicht auf 1.423 und im weiteren Verlauf gar auf 1.316 Dollar zu fallen. Experten wie Jochen Hitzfeld, Rohstoffanalyst bei UniCredit, stufen dieses Risiko allerdings als gering beziehungsweise allenfalls kurzfristig ein. Seiner jüngsten Studie zufolge, rechnet er mit einem Anstieg auf 1.700 Dollar pro Feinunze. Davon würden auch Goldminenaktien profitieren. Bis dahin drohen allerdings Aktienbarometer wie der NYSE Arca Gold BUGGS (Price-) Index und der NYSE Arca Junior Gold BUGS (Price-) Index weiter nachzugeben.

Down-Under obenauf: Australien schafft den Ausbruch

Australiens Aktienbarometer S&P/ASX® 200 Index liegt vielleicht nicht in jedermanns Fokus. Das könnte sich allerdings bald ändern. Dank einer starken Entwicklung in den vergangenen Monaten hat der Index nun das mehrjährige Hoch bei 5.002 Punkten nach oben durchbrochen. Wird dieser Ausbruch in den kommenden Tagen bestätigt, bestehen aus technischer Sicht durchaus gute Chancen auf einen weiteren Anstieg auf das Hoch vom Mai 2008 von 5.949 Punkten. Mit einem durchschnittlichen KGV für 2013 von 15,3 und einer Dividendenrendite von 4,3 Prozent sind die im Index notierten Unternehmen moderat bewertet. Australien zählt zu den größten Rohstofflieferanten nach China. Schwache Meldungen aus dem Land der Mitte könnten Australiens Aktien unter Druck setzen.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 22. Februar 2013, 17:30 Uhr
Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Dominik Auricht befasst sich im Bereich Corporate & Investment Banking der UniCredit mit der strategischen Entwicklung von strukturierten Anlageprodukten unter der Marke HypoVereinsbank onemarkets: Zertifikate, Anleihen und Fonds. www.onemarkets.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH i.G. übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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