22.07.2013 12:47
Bewerten
 (1)

Italien und Russland drehen nach oben

HVB Onemarkets

Dominik Auricht
Im Moment vergeht kaum eine Woche ohne Ben Bernanke. Auch in der vergangenen Woche musste der US-Notenbankchef wieder Rede und Antwort stehen.
Dieses Mal vor dem Kongress und dem Senat. Die wichtigste Botschaft: An der Geldpolitik ändert sich zunächst nichts. Das war Wasser auf die Mühlen der Anleger. Über 130 der von HypoVereinsbank onemarkets wöchentlich ausgewerteten 170 Länderindizes legten im Beobachtungszeitraum vom 15. bis 19. Juli zu. Besonders deutlich stiegen dabei der italienische FTSE® MIB Index und der griechische FTSE/ATHEX® 20 Index. Aber auch die zuletzt gescholtenen Aktien aus der Türkei und Russland legten überdurchschnittlich stark zu. In die Verliererliste trugen sich unter anderem der Nasdaq-100® Index und der DBIX Deutsche Börse India Index® (Net-TR) EUR ein.

Europa: Breite Erholung in der Eurozone. Italien hebt ab.

In Europa legten die führenden Aktienbarometer in der vergangenen Woche zwischen 0,6 und 4,1 Prozent zu. Der DAX® konnte dabei die Marke von 8.300 Punkten und der EURO STOXX® 50 (Preis-) Index das Level von 2.700 Punkten zurückerobern. Den größten Sprung macht allerdings der FTSE® MIB Index. Er bestätigte den Mitte Juni 2013 gestarteten Aufwärtstrend und konnte bereits die Hürde bei 16.000 Punkten überwinden. Bis 16.250 Punkte liegen einige Widerstandsmarken auf dem Weg. Dazu zählt auch die 200-Tage Durchschnittslinie bei 16.219 Punkten. Wird diese Zone überwunden, ist der Weg aus technischer Sicht frei bis 17.603 Punkte. Scheitert der Index an den Hürden, droht ein Rückschlag bis zur Unterstützung bei 15.000 Punkten.

Der griechische FTSE/ATHEX® 20 Index distanzierte sich zwar von den jüngsten Tiefs. Starke Kaufsignale lassen dennoch auf sich warten. Sie dürften frühestens bei Überschreiten der Widerstandsmarke bei 300 Punkten kommen.

Amerika: US-Techs geben nach. Latinos gewinnen an Boden

In der vergangenen Woche zeigte sich in den USA ein zweigeteiltes Bild. Der Dow Jones Industrial Average® Index und S&P 500® Index markierten neue Allzeithochs während der technologielastige NASDAQ-100® Index leicht nachgab. Durchwachsene Ergebnisse bei einigen Technologiewerten drückten unter anderem bei Google, Microsoft & Co. auf die Stimmung.

In Südamerika hellte sich die Stimmung hingegen wieder etwas auf. Vor allem brasilianische Blue-Chips gaben dem FTSE® Latibex Top Index Auftrieb. Die Hürde bei 3.800 Punkten ist bereits überwunden. Hält die Dynamik der vergangenen Tage an, ist mittelfristig ein Anstieg auf 4.400 Punkte möglich. Wird die Marke von 3.800 Punkten jedoch wieder unterschritten, ist eine größere Korrektur möglich.

Süd-/Osteuropa: Rallye in Russland. Türkei vor großer Hürde

In den vergangenen Wochen zählten die Anteilsscheine aus Russland und der Türkei zu den Verlierern an den internationalen Finanzmärkten. Beim RDX® Total Return in EUR zeigte sich bereits in der Vorwoche eine deutliche Erholung. Inzwischen sind jedoch auch die Widerstandsmarke bei 1.600 Punkten sowie die 200-Tage Durchschnittslinie überwunden. So rückt das Jahreshoch von 1.766 Punkten nun immer näher. Angesichts der hohen Volatilität der vergangenen Monate sollten sich Anleger jedoch stets auf Korrekturen einstellen.

Das gilt auch für den Istanbul Stock Exchange National 30 Index. Zuletzt machte der Index zwar einen deutlichen Sprung nach oben. Zwischen 775 und 815 Punkte zeigt sich eine breite Widerstandszone. Nachhaltige Kaufimpulse dürften frühestens oberhalb von 815 Punkten erfolgen.

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 19. Juli 2013, 17:30 Uhr

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets

Dominik Auricht befasst sich im Bereich Corporate & Investment Banking der UniCredit mit der strategischen Entwicklung von strukturierten Anlageprodukten unter der Marke HypoVereinsbank onemarkets: Zertifikate, Anleihen und Fonds. www.onemarkets.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH i.G. übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- Dow schließt leichter -- Apple-Chef Tim Cook wendet sich mit offenem Brief an EU -- Cryan: Deutsche Bank sucht nicht nach Partnern im deutschen Markt -- Monsanto, VW im Fokus

Commerzbank-Chef sieht keinen Grund für Kapitalerhöhung. Weiter Unstimmigkeit in der US-Notenbank. Scheidender adidas-Chef Hainer rechnet mit zweistelligem Wachstum in USA. Betriebsräte von thyssenKrupp in Sorge. Betriebsräte von thyssenKrupp in Sorge.
Welche Schönheit verdient am meisten?
Diese deutschen Krankenkassen sind beliebt
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Apples iPhone 7 steht vor der Tür. Kaufen Sie sich das neue Modell?