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aktualisiert: 20.09.2012 11:26

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IAA NUTZFAHRZEUGMESSE

Daimler fährt der Konkurrenz bei Lastern davon

Daimler zu myNews hinzufügen Was ist das?


Während die Wettbewerber schwächeln, verbuchen die Schwaben bei Nutzfahrzeugen im laufenden Jahr ein Absatzplus von 20 Prozent.



Von Thomas Schmidtutz, Euro am Sonntag

Hannover. Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler ist trotz konjunkturellen Gegenwinds weiter auf der Überholspur: Von Januar bis August habe der Konzern weltweit insgesamt 20 Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt als im Vorjahr, sagte der für das Nutzfahrzeuggeschäft zuständige Konzernvorstand Andreas Renschler im Vorfeld der IAA-Nutzfahrzeuge (20.-27. September 2012) am Dienstag in Hannover.


Alleine in Nordamerika verbuchte der Konzern in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres bei Lkw ein Absatzplus von 27 Prozent. In Japan ging es um 19 Prozent nach oben, in Indonesien um über 40 Prozent und Russland gar um mehr als 85 Prozent.


Damit fährt Daimler der Konkurrenz weit voraus. Daimlers schärfster Rivale Volvo meldete zuletzt stagnierende Absatzzahlen, bei MAN und Iveco brechen die Verkäufe derzeit sein. Beide Konzerne sind stark in den von der Eurokrise besonders stark betroffenen Märkten Südeuropas abhängig. Daimler ist mit seiner Marke Mercedes-Benz dagegen traditionell stark auf den nordeuropäischen Markt konzentriert.


Die Schwaben hatten in den vergangenen Jahren Milliarden in die Entwicklung neuer, spritsparender Motoren und Fahrzeuge gesteckt und ihr Produktionsnetz weltweit ausgebaut. Erst vor Jahresfrist hatte der Konzern den komplett neu entwickelten Mercedes-Benz Actros an den Start geschickt. In Hannover präsentiert der Konzern zudem den komplett neu entwickelten Antos für den schweren Verteilerverkehr in Städten. Die Produktoffensive zahlt sich Renschler zufolge nun aus. Vor allem dank des neuen Actros bleibe die Nachfrage „selbst im rückläufigen westeuropäischen Markt stabil“, sagte Renschler am Dienstag morgen in Hannover. Gut zehn Monate nach dem Marktstart habe der Konzern bereits 100.000 Einheiten des Schwerlasters verkauft.


Dagegen bleibt die Lage in Brasilien schwierig. Insgesamt sei der Markt dort um 15 Prozent geschrumpft, sagte Renschler. Auch im nach Absatzzahlen weltgrößten Markt in China gebe es „noch Luft nach oben“. Es scheine „nicht überall die Sonne, aber wir haben insgesamt eine solide Großwetterlage“, sagte Renschler.


Langfristig erwartet der Konzern weiteres Wachstum für die Nutzfahrzeugbranche. Prognosen zufolge werde die Weltwirtschaft bis zum Jahr 2020 um rund 30 Prozent wachsen. Diese Entwicklung werde auch den Transportbedarf treiben, sagte der Chef der Trucksparte.

Zugleich bekräftige Renschler die Ziele des Konzerns. Im kommenden Jahr will der Konzern weltweit 500.000 Fahrzeuge seiner Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Fuso, Western Star oder BharatBenz verkaufen und eine operative Marge von acht Prozent erreichen. 2011 hatte der Konzern weltweit noch 426.000 Laster verkauft, die operative Marge lag bei 6,5 Prozent. Für 2012 hatte Daimler einen Absatzzuwachs in Aussicht gestellt. Auf eine konkretere Prognose wollte sich Renschler nicht festlegen.

Bildquellen: Daimler

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