17.02.2013 12:03
Bewerten
 (1)

IG BCE-Chef fordert Steuerfinanzierung der Energiewende

    HALTERN (dpa-AFX) - Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, fordert einen radikalen Kurswechsel bei der Finanzierung der Energiewende. Sie solle künftig über Steuern statt über Zulagen auf den Energiepreis bezahlt werden, sagte er bei einer Gewerkschaftsveranstaltung in Haltern. Die derzeitige Finanzierung über höhere Strom- und Energiepreise belastete die unteren Einkommen überdurchschnittlich, weil der Mindestverbrauch für alle Einkommensgruppen gleich sei.

 

    Der schnelle Erfolg der Energiewende habe zu einer "dramatischen verteilungspolitischen Fehlentwicklung" geführt, sagte Vassiliadis. Ein entsprechendes Konzept seiner Gewerkschaft für die Bereiche Bergbau, Chemie und Energie werde er in den nächsten Wochen den Parteien und Verbänden vorlegen und auch mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger diskutieren. Die Gewerkschaft erhofft sich von einer Steuerfinanzierung mehr Gerechtigkeit, weil die Steuersätze mit höherem Einkommen zunehmen.

 

    Als Sofortmaßnahme solle die Bundesregierung ihre Zusatzeinnahmen an die Bürger zurückgeben, die sie über die Mehrwertsteuer auf die erhöhte EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) kassiere. Dies seien allein 1,2 Milliarden Euro. Vassiliadis forderte außerdem eine Erhöhung der Pendlerpauschale von 30 auf 40 Cent, weil der Staat an der starken Erhöhung der Kraftstoffpreise in den vergangenen Jahren ebenfalls über die Mehrwertsteuer erheblich mitverdient habe.

 

    Die Vorschläge der schwarz-gelben Regierung zur Begrenzung des Strompreisanstiegs bezeichnete Vassiliadis als "Flickschusterei" und rechtlich fragwürdig. Bei der Energiewende komme hinzu, dass von den Renditezusagen des EEG für eigene Wind- und Sonnenanlagen vor allem die Besserverdienenden profitieren, die sich die Investitionen überhaupt leisten können. "An ein größeres Umverteilungsprogramm nach dem Krieg kann ich mich nicht erinnern."/rs/DP/zb

 

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Bayer AG (spons. ADRs)

  • Relevant
  • Alle1
  • vom Unternehmen1
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Bayer AG (spons. ADRs)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
Keine Analysen gefunden.
mehr Bayer AG (spons. ADRs) Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Bayer Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX schließt mit kräftigem Verlust -- Siemens-Überschuss sackt ab -- Deutsche Bank- & Commerzbank-Aktie leiden unter Rechtsproblemen und Griechenland -- SMA Solar, Microsoft im Fokus

Tsipras ernennt neues griechisches Kabinett. Caterpillar-Aktie belastet von trüben Aussichten. Pfizer leidet unter Nachahmer-Medikamenten - Keine Besserung in Sicht. Starker Dollar belastet Dupont und Procter & Gamble. Bundesregierung hebt Konjunkturprognose auf 1,5 Prozent an. Yahoo dürfte weniger verdienen.
Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Hier können Sie ihr Geld anlegen!

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?