
Europas oberster Währungshüter hatte bei einer Rede in London angekündigt, alles Erforderliche unternehmen zu wollen, um den Euro zu sichern. Flankiert wurde Draghi von einer Stellungnahmen des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble, der die Aussagen Draghis begrüßte. In dasselbe Horn blasen Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande, die in einer gemeinsam Erklärung ebenfalls bekräftigten, die Eurozone mit allen Mitteln absichern zu wollen.
Entsprechend hoch ist nun die Erwartungshaltung an den Märkten. Damit einhergehend allerdings auch das Enttäuschungspotenzial, falls die Europäische Zentralbank nicht liefert. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die EZB über Staatsanleihenkäufe angeschlagene Krisenstaaten wie Spanien und Italien stützen wird. Derweil gehen am Markt Gerüchte um, dass das schuldengeplagte Spanien das volle Rettungsprogramm seitens EU und IWF im Volumen von 300 Mrd Euro in Anspruch nehmen müsse. Letzteres wurde aber umgehend von Seiten der spanischen Regierung dementiert.
Neben der Europäischen Schuldenkrise gilt die Sorge weiterhin der konjunkturellen Entwicklung der USA. Nach Angaben des US-Handelsministeriums verliert die US-Wirtschaft weiter an Fahrt. Das US-BIP-Wachstum fällt zum 2. Quartal von 2 Prozent auf 1,5 Prozent. Umso mehr hoffen die Marktteilnehmer nun auf wirtschaftsstimulierende Maßnahmen der Fed. Dagegen vermeldet die Universität Michigan ein steigendes Verbrauchervertrauen der US-Konsumenten. Im Vorfeld war dagegen ein stagnierender Wert des Konjunkturerwartungsindex erwartet worden.
Am späten Nachmittag notiert der Deutsche Aktienindex bei 6.652 Punkten 1,1 Prozent fester. Der EuroStoxx gewinnt 1,7 Prozent auf 2.289 Zähler. Die Europäische Gemeinschaftswährung legt 0,8 Prozent auf 1,2375 US-Dollar zu. Der US-Leitindex DowJones präsentiert bei 12.956 Zählern einen Aufschlag von 0,5 Prozent. Die Goldunze rückt 0,3 Prozent auf 1.620 US-Dollar vor.
Autor: Gregor Kuhn, Analyst IG Markets
Die Analysten von IG Markets informieren zweimal täglich zeitnah über die aktuelle Entwicklung und deren Hintergründe an den Kapitalmärkten.
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
Adolar schrieb: 27.07.2012 18:58:55 Na prima! Dann werden wir eine Weichwährung mit dem Euro |
| Goldpreis | 1.350,55 | -17,90 | -1,31 |
| Name | Kurs | +/- | % | |
|---|---|---|---|---|
| EUR/USD | 1,33 | -0,0115 | -0,86 % |
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