Zuletzt schwache Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten hatten der Furcht vor einer Abschwächung der konjunkturellen Erholung neue Nahrung verschafft. Vor diesem Hintergrund halten sich Anleger mit neuen Positionierungen vorerst zurück und dürften zunächst eine ganze Reihe potentieller Impulsgeber abwarten, die im Wocherverlauf auf der Agenda stehen.
Am heutigen Tag setzt wie gewohnt Alcoa den Startschuss für die US-Berichtssaison zum 2. Quartal. Am Dienstag berät das Bundesverfassungsgericht über die Konformität des ESM mit dem deutschen Grundgesetz. Am Mittwoch wird dann das Protokoll zur jüngsten Fed-Sitzung publiziert. Zudem werden zum Ende der Woche in China Daten zum Wirschaftswachstum, zur Inflation, der Handelsbilanz und dem Kreditwachstum veröffentlicht. Vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise zieht zum Wochenausklang vor allem eine italienische Auktion 3 jähriger Staatsanleihen die Aufmerksamkeit auf sich. Entsprechend hoch dürfte in den kommenden Handelstagen auch die Nervosität der Marktteilnehmer und die damit einhergehende Volatilität an den Aktienmärkten ausfallen. Bereits vor dem heutigen Treffen der Euro-Finanzminister verschärft sich die Lage für Anleihetitel aus Spanien und Italien. Für spanische Papiere mit einer Laufzeit von 10 Jahren schnellt die Rendite auf über 7 Prozent. Das italienische Pendant klettert auf rund 6 Prozent.
Am späten Nachmittag notiert der Dax bei 6.405 Punkten 0,1 Prozent leichter. Der EuroStoxx verliert 0,2 Prozent auf 2.231 Zähler. Die europäische Gemeinschaftswährung verteuert sich bei 1,2307 US-Dollar um 0,3 Prozent. Der US-Leitindex DowJones gibt 0,4 Prozent auf 12.726 Punkte ab. Die Goldunze quotiert kaum verändert bei 1.587 US-Dollar.
Autor: Gregor Kuhn, Analyst IG Markets
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