DAX8.305-0,6%  Dow15.3030,1%  Euro1,29400,0% 
ESt502.764-0,5%  Nas3.4590,0%  Öl102,60,0% 
TDax958,0-0,3%  Nikkei14.6130,9%  Gold1.387-0,3% 

10.02.2012 17:07

Senden
KOLUMNE
IG MARKETS NEWSWATCH

Dax schwach zum Wochenausklang – Griechenland zerrt an Anleger-Nerven


Hellas und kein Ende: Nachdem am gestrigen Tag die Einigung...

... der griechischen Regierungsparteien zu den von der Troika geforderten Spar- und Reformmaßnahmen schon nahezu in trockenen Tüchern war, scheinen heute die ersten Koalitionsmitglieder dem Druck der Straße nachgeben zu wollen. Die im rechten Spektrum anzusiedelnde Regierungspartei LAOS scheint im Vorfeld der Wahlen in Griechenland innenpolitisch Punkte sammeln zu wollen und kündigt an, dem vereinbarten Sparpaket die parlamentarische Zustimmung zu verweigern. Nach unbestätigten Meldungen haben die vier Minister der LAOS-Partei dem Regierungschef Papademos bereits ihren Rücktritt angeboten: Politische Verantwortung sieht anders aus. Zwar verfügen die verbleibenden Regierungsparteien immer noch über eine ausreichende Mehrheit, um den Reformpakt passieren zu lassen, jedoch soll es auch unter den Sozialisten bereits Kandidaten geben, die gegen das Reformprogramm votieren wollen.

Die aus IWF, EZB und EU bestehende Troika fordert von den drei Regierungsparteien die verbindliche Zusage, das Sparpaket auch nach einer Neuwahl mitzutragen und entprechend umzusetzen. Ohne schriftliche Zusage bleibt das zweite Hilfspaket im Wert von 130 Mrd. Euro auf Eis. In diesem Fall wäre Griechenland de fakto pleite. Die Aktienmärkte quittieren die hellenische Rolle rückwärts mit erhöhtem Abgabedruck: Dax und Dow geben deutlich nach.

Der deutsche Aktienindex notiert bei aktuell 6.699 Zählern 1,3 Prozent schwächer. Der Euro Stoxx verliert 1,4 Prozent auf 2.486 Punkte. Die Europäische Gemeinschaftswährung gibt um 0,7 Prozent auf derzeit 1,3189 US-Dollar nach. Der US-Leitindex DowJones liegt im frühen Handel bei momentan 12.774 Punkten 0,9 Prozent hinten. Der breiter gefasste S&P notiert bei 1.340 Treffern (minus 0,9 Prozent). Die Goldunze präsentiert beim Preis von 1.721 US-Dollar einen Abschlag von 0,4 Prozent.

Autor: Gregor Kuhn, Analyst IG Markets

Die Analysten von IG Markets informieren zweimal täglich zeitnah über die aktuelle Entwicklung und deren Hintergründe an den Kapitalmärkten.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Rohstoffe in diesem Artikel

Goldpreis1.386,60-4,80
-0,34

Devisen in diesem Artikel

NameKurs+/-%
EUR/USD1,290,0002
0,02 %

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen