05.06.2012 05:49
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INDEX-MONITOR: Centrotherm dürfte Sartorius Platz machen - Dax ohne Änderung

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der auf der deutschen Solarbranche lastende Druck spiegelt sich zunehmend im TecDax (TecDAX) wider. Nachdem mit Solon (SOLON SE), Phoenix Solar, Conergy und zuletzt auch Q-Cells vier Solarwerte nach katastrophalen Kurseinbrüchen aus dem TecDax herausgeflogen sind, dürfte dieses Schicksal im Juni nun auch Centrotherm Photovoltaics (centrotherm photovoltaics) ereilen. Im Dax (DAX) und MDAX (MDAX) werden zum Termin der Index-Anpassungen am 18. Juni hingegen keine Veränderungen erwartet. Selbst für den kleinsten Index, dem SDax (SDAX), der als einziger regulär von der Deutschen Börse überprüft wird, rechnen Index-Experten mit Kontinuität statt eines Austauschs. Der Arbeitskreis Aktienindizes wird am Dienstagabend, 5. Juni, auf Basis der Ranglisten per Ende Mai entscheiden.

 

    "Dass Centrotherm aus dem Technologiewerte-Index fällt, davon gehe ich stark aus", sagte Expertin Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank und verweist auf die weiter andauernden Kursverluste. Seit drei Monaten befindet sich das Papier kräftig auf Talfahrt und kostet inzwischen nur noch etwas mehr als fünf Euro. In seinen besten Zeiten zum Börsendebüt im Jahr 2007 wurde es noch mit bis zu 76,00 Euro gehandelt. Aufsteigen dürften ihrer Ansicht nach die Vorzugsaktien von Sartorius (Sartorius vz), eines Mechatronik- und Biotechnologie-Unternehmens. Chancen habe aber auch der IT-Infrastrukturanbieter Cancom (CANCOM). Gigaset hingegen sei zwar vom Abstieg bedroht, doch werde der wohl erst im September erfolgen.

 

    Index-Expertin Silke Schlünsen von der Close Brothers Seydler Bank ist zwar vorsichtiger mit Blick auf Centrotherm, doch "da die Börse auf Langfristigkeit und Kontinuität setzt" und der TecDax zu den "schwankungsanfälligeren Indizes" zählt, kann auch sie sich einen Austausch dieser schwer angeschlagenen Solaraktie zugunsten von Sartorius gut vorstellen.

 

    Im SDax könnten die Papiere von Constantin Medien durch die des Keramikproduzenten Villeroy & Boch (VilleroyBoch vz) ersetzt werden. "Das kann die Deutsche Börse machen, muss es aber nicht. Zwingend zeichnet sich das nicht ab", meint Kerssenbrock. Weitere Index-Experten sehen dies ähnlich. Schlünsen erwartet keinen Austausch.

 

    Außerplanmäßig könnte es womöglich Anfang Juli noch zu einem weiteren Stühle-Rücken kommen. Sollte das Übernahmeangebot von Fresenius (Fresenius SECo) für Rhön-Klinikum (RHOeN-KLINIKUM) tatsächlich den vom Medizinkonzern erhofften Anklang finden und bis zum 27. Juni mehr als 90 Prozent der Rhön-Aktien angedient werden, wird die Aktie innerhalb dreier Handelstage aus dem MDax entfernt. Dann wird mit der Aufnahme des Immobilienunternehmens TAG Immobilien in den Index der mittelgroßen Werte gerechnet./ck/he

 

    --- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

 

 

 

 

 

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