18.02.2013 07:00
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INTERVIEW/Rösler will umfassendes Freihandelsabkommen ohne Ausnahmen

   BERLIN- Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler will bei den bevorstehenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU keine heiklen Themen ausklammern. "Es ist zielführend, zunächst einmal alles umfassend auf den Tisch zu legen. Dafür setze ich mich ein", sagte der FDP-Minister im Gespräch mit dem Wall Street Journal Deutschland. Dazu gehörten auch die schwierigen Agrar- und Finanzthemen. Rösler appellierte an beide Seiten, bei den Verhandlungen Kompromissbereitschaft zu zeigen. Er sprach von "einem positiven Signal", dass US-Präsident Barack Obama ein so klares Bekenntnis zu einer transatlantischen Freihandelszone abgegeben habe.

   Rösler verwies dabei auch auf die laufende Doha-Runde, sah aber keinen Widerspruch zu den WTO-Verhandlungen zum Abbau der weltweiten Handelshemmnisse. "Denn, wenn zwei große Regionen wie die EU und die USA über ein Freihandelsabkommen sprechen, kann das auch eine neue Dynamik für den multilateralen Ansatz entfachen", sagte er. Zudem könnten die "großen Finanzfragen" ohnehin nur multilateral auf Ebene der G20 oder der WTO geregelt werden. "In den USA und in der EU gibt es unterschiedliche Ansätze, etwa bei der Bankenregulierung oder bei der Finanztransaktionssteuer", sagte der Minister und fügte hinzu: "Dennoch bin ich fest davon überzeugt, bei gutem Willen ist alles machbar." Die Rede von Präsident Obama habe neuen Schwung gebracht. "Wir sind gut beraten, diesen Schwung jetzt zu nutzen."

   Das vollständige Interview finden Sie hier: http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424127887323495104578309881019132110.html

   Kontakt zu den Autoren: William.Boston@dowjones.com und Susann.Kreutzmann@dowjones.com

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   February 18, 2013 00:30 ET (05:30 GMT)

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